Hallo Ihr Lieben,
bei uns gehört ein Backnachmittag mit den Mädchen fest zum Advent. Am Ende liegt mehr Mehl auf dem Boden als gedacht, aber auf dem Tisch steht eine Dose voller Plätzchen, auf die alle stolz sind.
Damit so ein Nachmittag entspannt bleibt, habe ich hier gesammelt, was ihr dafür braucht: 8 Rezepte ohne Ei, sortiert danach, wie viel Hilfe sie brauchen, eine Übersicht, was Kinder in welchem Alter übernehmen können, und die wichtigsten Regeln zu rohem Teig und heissem Ofen. Ob ihr Plätzchen sagt oder, wie in der Schweiz, Guetzli, spielt dabei keine Rolle.
Inhalt
- Was können Kinder beim Plätzchenbacken in welchem Alter übernehmen?
- Welche Plätzchen eignen sich zum Backen mit Kindern?
- Rühren und rollen: Schoko-Crossies und Pralinen für die Kleinsten
- Ausstechen, rollen und tauchen: Plätzchen für kleine Hände
- Mehr Schritte für Schulkinder: Tannenbäume und Knusperplätzchen
- Darf man rohen Plätzchenteig naschen, wenn kein Ei drin ist?
- Plätzchen backen mit Kindern: So plant ihr einen entspannten Nachmittag
Was können Kinder beim Plätzchenbacken in welchem Alter übernehmen?
Mehr, als viele denken: Schon 2- bis 4-Jährige können laut University of Illinois Extension Teig rollen, formen und ausstechen, ab etwa 8 Jahren kommen der Handmixer und ganze Rezeptschritte dazu. Ein festes Alter gibt es trotzdem nicht. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) rät, Kindern Aufgaben zu geben, die ihren motorischen Fähigkeiten entsprechen, und hält fest, dass es nicht wichtig ist, ob sie alles alleine schaffen.
Die Übersicht der University of Illinois Extension zu Kindern in der Küche ordnet typische Küchenaufgaben nach Alter. Für die Weihnachtsbäckerei heisst das:
| Alter | Das schaffen Kinder laut Illinois Extension | Beim Plätzchenbacken zum Beispiel |
|---|---|---|
| 2 bis 4 Jahre | Mit Löffel oder Händen mischen, Teig rollen, formen und ausstechen, Glasur verstreichen, Lebensmittel eintauchen, mit Messlöffeln abmessen | Crossies-Häufchen setzen, Pralinen rollen, Plätzchen ausstechen, Sterne in Schokolade tauchen, Dattelkaramell aufstreichen |
| 5 bis 7 Jahre | Trockene Zutaten abmessen, mit einem kleinen Messer schneiden | Mehl und Zucker abmessen, Konfitüre-Schnecken aufschneiden, Mohnkipferl formen |
| 8 bis 11 Jahre | Mit Handmixer oder Schneebesen schlagen, ein Rezept lesen und die Schritte umsetzen | Aquafaba-Schnee für die Tannenbäume schlagen, ein Rezept selbst vorlesen und Schritt für Schritt backen |
Den Backofen übernehmt am besten ihr Erwachsenen. Die Colorado State University Extension nennt das Kochen mit Herd, Ofen oder Mikrowelle erst für Kinder von 9 bis 12 Jahren. Trotzdem sollten Kinder früh wissen, dass Backbleche heiss werden können, rät das BZfE. Für heisse Bleche gehören laut Illinois Extension immer Ofenhandschuhe oder Topflappen dazu.
Auch beim Schneiden hilft Anleitung. Das BZfE empfiehlt, Kindern den Krallengriff und den Tunnelgriff zu zeigen, damit sie sich nicht verletzen, und für den Anfang können Kindermesser hilfreich sein. In unseren Rezepten gibt es dafür nur wenig zu tun: Die Konfitüre-Schnecken werden aufgeschnitten, das feine Schneiden wie beim Laib für die Knusperplätzchen bleibt bei euch.
Der Aufwand lohnt sich übrigens auch am Esstisch. Laut BZfE probieren und essen Kinder ein neues Gericht eher, wenn sie bei der Zubereitung helfen.
Welche Plätzchen eignen sich zum Backen mit Kindern?
Am besten eignen sich Teige, bei denen Kinder viel mit den Händen machen dürfen: rühren, rollen, ausstechen, tauchen und verzieren. Die 8 Rezepte hier sind nach Aufwand sortiert, von Crossies ohne Backofen bis zu Tannenbäumen mit Aquafaba-Schnee. Alle sind vegan, also ohne Ei und Milchprodukte.
| Rezept | Das übernehmen Kinder | Das übernehmt ihr Erwachsenen |
|---|---|---|
| Schoko-Crossies mit Spekulatius | Cornflakes und Spekulatius untermengen, Häufchen aufs Backpapier setzen, bestreuen | Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, ein Backofen ist nicht nötig |
| Apfelstrudel-Pralinen | Kugeln rollen und in rotem, gelbem und grünem Fruchtpulver wälzen | Apfelmasse und Fruchtpulver vorbereiten |
| Vegane Plätzchen aus 1 Teig in 3 Sorten | Sterne in Schokolade tauchen, Karamell in die Mulden geben, ab etwa 5 Jahren die Konfitüre-Schnecken aufschneiden | Teig gut kühlen, Bleche in den Ofen schieben |
| Vegane Mohnkipferl | Teigstränge rollen, Kipferl formen, in Mohnzucker wenden | Bleche in den Ofen schieben, Kipferl 1 bis 2 Minuten ruhen lassen |
| Cookies mit Datteln | Bällchen formen und mit der Gabel flach drücken | Teig pürieren, Bleche in den Ofen schieben |
| Schoko-Karamell-Kekse mit Dattelkaramell | Kekse ausstechen, Dattelkaramell aufstreichen | Schokolade für die Täfelchen in Formen giessen, Bleche in den Ofen schieben |
| Tannenbaum-Plätzchen mit Aquafaba-Schnee | Sterne ausstechen, Schnee auftragen, Bäume stapeln | Aquafaba-Schnee schlagen, Bleche in den Ofen schieben |
| Knusperplätzchen mit Nüssen und Ingwer | Zutaten abmessen und mischen | Laib in dünne Scheiben schneiden, zweimal backen |
Plant nach der Geduld eurer Kinder, nicht nach dem Rezept. Die Crossies sind in 25 Minuten fertig, die Apfelstrudel-Pralinen in rund 35 Minuten. Längere Projekte wie die Tannenbäume oder die Knusperplätzchen verteilt ihr auf zwei Tage. Auch die Mengen sind verschieden: Die Mohnkipferl ergeben 50 Stück, die Schoko-Karamell-Kekse und die Pralinen je etwa 20, die Tannenbäume 16, und der Grundteig für 3 Sorten reicht für 3 Bleche.
Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse stecken unter anderem in den Tannenbäumen, den Cookies mit Datteln, den Apfelstrudel-Pralinen und den Knusperplätzchen. Backt ihr mit Freundinnen und Freunden eurer Kinder, fragt am besten vorher nach Allergien. Für die Schoko-Karamell-Kekse nennt das Rezept auch eine nussfreie Variante.
Wollt ihr ein altes Familienrezept mit Ei backen, findet ihr in meiner Übersicht zum Ei-Ersatz nach Funktion im Teig den passenden Ersatz.
Rühren und rollen: Schoko-Crossies und Pralinen für die Kleinsten
Rühren und Rollen sind der einfachste Einstieg, weil Kinder hier fast alles selbst machen und das Ergebnis sofort sehen.
Die Schoko-Crossies mit Spekulatius und Zimt sind in 25 Minuten fertig und kommen ohne Backofen aus. Die Schokolade schmelzt ihr sanft über dem Wasserbad, danach dürfen die Kinder Cornflakes und Spekulatius untermengen und die Masse in kleinen Häufchen aufs Backpapier setzen. Solange die Crossies noch feucht sind, lassen sie sich bestreuen, zum Beispiel mit Hanfsamen oder Cacao Nibs.
Die Häufchen trocknen am schnellsten an einem kühlen Ort. In einer luftdichten Dose halten sie sich kühl und trocken gelagert etwa 2 bis 3 Wochen.
Noch mehr zum Anfassen sind die Apfelstrudel-Pralinen zum Rollen und Wälzen mit Äpfeln, Haferflocken, Rosinen und Walnüssen. Ein Rezept ergibt etwa 20 Stück in rund 35 Minuten. Lasst die Apfelmasse kurz ruhen, bevor ihr rollt: Die Haferflocken ziehen nach, und die Kugeln halten dann viel besser.
Gewälzt in rotem, gelbem und grünem Fruchtpulver sehen die Pralinen aus wie kleine Christbaumkugeln. Sie gehören in einer luftdichten Dose in den Kühlschrank und halten dort rund 4 bis 5 Tage.
Ausstechen, rollen und tauchen: Plätzchen für kleine Hände
Teige zum Ausstechen und Formen sind die Klassiker der Weihnachtsbäckerei mit Kindern, weil jedes Plätzchen ein bisschen anders aussehen darf. Welche klassischen Sorten ohne Ei gelingen, von Zimtsternen bis Makronen, erkläre ich in meinem Ratgeber für vegane Weihnachtsklassiker.
Wer mehrere Sorten auf einmal backen möchte, nimmt den Grundteig für Schnecken, Sterne und Karamell-Cookies. Aus einem Teig entstehen 3 Sorten auf 3 Blechen: Konfitüre-Schnecken mit Hagebutten-Konfitüre, Karamell-Cookies und Schoko-Kokos-Sterne, die in geschmolzene Schokolade getaucht werden. Teilt den Teig möglichst gleichmässig, dann werden alle Sorten gleich gross.
Das Karamell bleibt schön weich, wenn ihr es erst nach dem Backen in die Mulden gebt. Wichtig ist bei allen 3 Sorten ein gut gekühlter Teig: Er lässt sich leichter ausrollen und ausstechen, klebt nicht und behält im Ofen seine Form.
Formen macht besonders Spass bei den veganen Mohnkipferl zum Rollen und Formen. Aus dem Teig rollt ihr Stränge und formt daraus kleine Hörnchen, ein Rezept ergibt 50 Stück. Frisch aus dem Ofen sind die Kipferl sehr zerbrechlich: Lasst sie 1 bis 2 Minuten auf dem Blech ruhen, bevor die Kinder sie im Mohnzucker wenden. Wer mag, taucht ein Ende in geschmolzene dunkle Schokolade.
Werden die Hände beim Formen zu warm, wird der Teig bröselig, dann hilft eine kurze Pause im Kühlschrank. Das gilt auch, wenn er zu weich wird.
Ganz ohne Ausstecher kommen die saftigen Cookies mit Datteln und Haselnüssen aus. Den Teig püriert ihr, die Kinder formen daraus Bällchen. Weil die Bällchen im Ofen kaum aufgehen, drücken sie sie vor dem Backen mit einer Gabel etwas flach. In einer gut verschlossenen Dose halten die Cookies bei Zimmertemperatur 4 bis 5 Tage, und sie lassen sich auch einfrieren.
Bei den Schoko-Karamell-Keksen zum Ausstechen stecht ihr Rechtecke aus einem Kakaoteig aus und bestreicht sie mit Dattelkaramell. Als ich sie gebacken habe, haben die Mädels aus dem übrigen Teig gleich noch weitere Plätzchen ausgestochen, und das kam bei ihnen natürlich sehr gut an.
Macht die Schokotäfelchen für obendrauf zuerst: Die geschmolzene Schokolade kommt in kleine Formen und braucht mindestens 1 Stunde im Kühlschrank. Ein Rezept ergibt 20 Stück.
Welche Ausstecher, Teigrollen und Helfer sich für die Weihnachtsbäckerei lohnen, zeige ich in meinem Ratgeber für Ausstecher und Backzubehör.
Mehr Schritte für Schulkinder: Tannenbäume und Knusperplätzchen
Ab etwa 8 Jahren dürfen Rezepte mehr Schritte haben, weil Kinder dann laut Illinois Extension ein Rezept lesen und die Schritte selbst umsetzen können.
Ein echtes Projekt sind die Tannenbäume aus Mandel-Zimt-Sternen mit Aquafaba-Schnee. Aus Sternen in drei Grössen entstehen 16 Bäume: Die Kinder stechen die Sterne aus, geben den Schnee mit einem Löffel darauf und stapeln sie, bevor das Blech ein zweites Mal in den Ofen kommt.
Den Aquafaba-Schnee schlagt ihr mit dem Handmixer. Das dauert oft ein paar Minuten länger als mit der Küchenmaschine und ist eine gute Aufgabe für grössere Kinder. Teilt das Projekt am besten auf zwei Tage auf: Die Sterne lassen sich bis zu 5 Tage vorher backen und in einer gut schliessenden Dose aufbewahren, gestapelt wird erst kurz vor dem Servieren. Die gehackten Pistazien streuen die Kinder vor dem zweiten Backen darüber, und auch das Bestäuben mit Puderzucker können sie übernehmen.
Für Schulkinder, die gern genau arbeiten, passen die Knusperplätzchen mit Nüssen und Ingwer. Der Teig ruht als Laib über Nacht, am nächsten Tag schneidet ihr ihn mit einem scharfen Messer oder der Brotmaschine in Scheiben von etwa 0,5 cm. Danach kommen die Plätzchen ein zweites Mal in den Ofen.
Das Schneiden bleibt Erwachsenensache, das Abmessen und Mischen der Zutaten übernehmen die Kinder. Beim zweiten Backen behaltet ihr die Plätzchen gut im Auge. Luftdicht in einer Blechdose halten sie mehrere Wochen, oft bis zu einem Monat.
Darf man rohen Plätzchenteig naschen, wenn kein Ei drin ist?
Nein. Ohne Ei fällt zwar ein Weg weg, auf dem Salmonellen in den Teig gelangen, doch auch über das Mehl ist eine Verunreinigung möglich: Das BfR empfiehlt deshalb grundsätzlich, keinen ungebackenen Teig zu essen.
Bei klassischen Rezepten mit Ei können Salmonellen laut einer Presseinformation des BfR zur Weihnachtsbäckerei mit den Eiern in den Teig gelangen und sich dort vermehren. Kinder sind laut BfR besonders gefährdet, an einer Salmonelleninfektion zu erkranken, wenn sie rohen Teig naschen.
Unsere 8 Rezepte kommen ohne Ei aus. Das Mehl bleibt aber: In seinen Fragen und Antworten zu E. coli in Mehl und Teig erklärt das BfR, dass eine Verunreinigung des Teigs auch über das Mehl möglich ist. Besonders kleine Kinder sollten generell auf rohen Teig verzichten.
Ein Infektionsrisiko besteht laut BfR sogar bei Spielteig: Auch an Salzteig oder selbst gemachter Knete aus Mehl können sich kleine Kinder prinzipiell infizieren, weil die Infektionsdosis sehr gering ist.
Durch Backen werden diese E.-coli-Keime (STEC) laut BfR abgetötet, wenn an allen Stellen mindestens 2 Minuten lang 70 °C herrschen. Bei vollständig durchgebackenen Teigen sind deshalb in Bezug auf diese Keime keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten.
Für den Backnachmittag heisst das: Hände vor dem Start und nach jedem Kontakt mit Mehl gründlich mit Wasser und Seife waschen, so empfiehlt es das BfR. Wer naschen möchte, bekommt bei uns etwas, das schon fertig ist, zum Beispiel einen Crossie vom ersten Blech.
Plätzchen backen mit Kindern: So plant ihr einen entspannten Nachmittag
Ein entspannter Backnachmittag beginnt am Vortag, mit fertigem Teig, einem freien Tisch und einer klaren Aufgabe für jedes Kind. Das BZfE rät, für das Kochen mit Kindern einen entspannten Tag ohne Stress und Zeitdruck zu wählen, denn die ersten Erfahrungen in der Küche sollten vor allem positiv und konfliktfrei sein. Für den Anfang eignen sich einfache Rezepte mit wenigen, bekannten Zutaten.
So läuft der Nachmittag rund:
- Am Vortag: Teig vorbereiten. Der Mohnkipferl-Teig hält sich gut verpackt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank, der Laib für die Knusperplätzchen ruht ohnehin über Nacht, und die Sterne für die Tannenbäume könnt ihr bis zu 5 Tage vorher backen.
- Tisch vorbereiten: Backpapier, Ausstecher und Schälchen für Streusel bereitstellen, dazu für jedes Kind einen eigenen Platz.
- Hände waschen: mindestens 20 Sekunden mit Seife und warmem Wasser, rät die Illinois Extension, und nach jedem Kontakt mit Mehl noch einmal, so empfiehlt es das BfR.
- Aufgaben verteilen: nach der Tabelle oben, jedes Kind mit einer eigenen Teigportion.
- Zwischendurch kühlen: Wird der Teig zu weich, kommt er für ein paar Minuten zurück in den Kühlschrank.
- Ofen bei euch: Bleche nur mit Ofenhandschuhen oder Topflappen hineinschieben und herausholen.
- Gemeinsam aufräumen: Auch das gehört laut BZfE dazu, Kinder sollen beim Aufräumen konsequent mitmachen.
Plant lieber zu wenig als zu viel. Zwei Sorten an einem Nachmittag reichen völlig, am besten eine ohne und eine mit Backofen, zum Beispiel Crossies und Mohnkipferl. So gibt es immer etwas zu tun, während ein Blech im Ofen ist.
Selbst gebackene Plätzchen sind auch ein schönes Geschenk, das Kinder für Grosseltern, Paten oder die Lehrerin machen können. Wie lange welche Sorte hält und wie ihr sie verpackt, steht in meinem Beitrag mit Geschenken aus der Küche.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter können Kinder Plätzchen backen?
Ein festes Alter gibt es nicht: Das BZfE rät zu Aufgaben, die zu den motorischen Fähigkeiten des Kindes passen. Laut University of Illinois Extension können schon 2- bis 4-Jährige Teig rollen, formen und ausstechen. Ab etwa 8 Jahren kommen Handmixer und ganze Rezeptschritte dazu, den Backofen übernehmen Erwachsene.
Welche Plätzchen sind am einfachsten für Kinder?
Am einfachsten sind die Schoko-Crossies mit Spekulatius, die ohne Backofen in 25 Minuten fertig sind, und die Apfelstrudel-Pralinen, die Kinder rollen und in Fruchtpulver wälzen. Unter den gebackenen Sorten sind die Cookies mit Datteln besonders einfach: Bällchen formen und mit der Gabel flach drücken.
Kann man veganen Plätzchenteig roh essen?
Nein. Ohne Ei fällt zwar ein Weg weg, auf dem Salmonellen in den Teig gelangen, doch laut BfR ist eine Verunreinigung des Teigs auch über das Mehl möglich. Das BfR empfiehlt grundsätzlich, keinen ungebackenen Teig zu essen, und kleine Kinder sollten generell auf rohen Teig verzichten.
Kann man Plätzchenteig am Vortag vorbereiten?
Ja. Der Teig für unsere veganen Mohnkipferl hält sich gut verpackt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank oder mehrere Monate im Tiefkühler, gefroren lasst ihr ihn über Nacht im Kühlschrank auftauen. Bei den Knusperplätzchen ruht der Teig ohnehin über Nacht, und die Sterne für die Tannenbäume könnt ihr bis zu 5 Tage vorher backen.
Was tun, wenn der Plätzchenteig beim Formen zu weich wird?
Für ein paar Minuten zurück in den Kühlschrank damit. Auch warme Hände machen einen Teig wie den für die Mohnkipferl bröselig, dann hilft eine kurze Pause. Gut gekühlter Teig lässt sich ausserdem leichter ausrollen und ausstechen und klebt nicht.
Dürfen Kinder an den Backofen?
Erst, wenn sie gross genug sind: Die Colorado State University Extension nennt das Kochen mit Herd, Ofen oder Mikrowelle für Kinder von 9 bis 12 Jahren. Kindern sollte laut BZfE frühzeitig bewusst sein, dass Backbleche heiss werden können. Heisse Bleche fasst ihr immer mit Ofenhandschuhen oder Topflappen an.
Am Ende zählt nicht, ob jeder Stern gerade geworden ist, sondern dass alle mitgebacken haben. Fangt mit einem einfachen Rezept an und steigert euch von Jahr zu Jahr. Welche Plätzchen backt ihr mit euren Kindern jedes Jahr?
Eure Verena
Quellen
- 1.Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) · Kochen mit Kindern · 2026
- 2.Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) · Escherichia coli in Mehl und Teig: Was ist wichtig für einen Genuss ohne Reue? · 2024
- 3.Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) · Damit die Weihnachtsplätzchen nicht auf den Magen schlagen: Tipps zur Vermeidung von Salmonelleninfektionen · 2007
- 4.University of Illinois Extension · Kids in the Kitchen
- 5.Colorado State University Extension · Kids in the Kitchen: A recipe for lifelong health · 2025

















