Hallo Ihr Lieben,
Rotkohl kennt ihr bestimmt als Beilage, lange geschmort mit Apfel und Nelken. Heute zeige ich euch eine Variante, die bei uns alle überrascht hat: Rotkohl-Steaks aus dem Ofen. Dicke Scheiben vom Kohlkopf werden mit einer Glasur aus Balsamico, Senf und Honig geröstet, bis die Ränder knusprig und karamellisiert sind. Darauf kommen Feta, Kapern und Haselnüsse, und fertig ist ein Gericht, das richtig festlich aussieht.

Ofengemüse mit kräftigen Herbstfarben liebe ich einfach. Wenn ihr das auch mögt, schaut euch meinen Radicchio-Salat mit Ofengemüse an, dort trifft leicht bitteres, violettes Grün auf süsses, geröstetes Gemüse, ganz ähnlich wie hier.
So gelingen die Steaks
Das Wichtigste ist der Schnitt. Ihr schneidet den Kohlkopf von oben nach unten durch den Strunk in 2 cm dicke Scheiben. Der Strunk hält die Blätter zusammen, sodass die Steaks beim Wenden nicht auseinanderfallen. Aus einem mittelgrossen Kopf bekommt ihr 4 bis 5 schöne Scheiben. Die Randstücke werfe ich nie weg, sie landen am nächsten Tag fein gehobelt im Salat.

Die Glasur aus Olivenöl, Balsamico, Dijon-Senf, Honig und Knoblauch karamellisiert im Ofen und gibt dem Kohl eine süss-säuerliche, leicht scharfe Note. Rösten macht Kohl übrigens grundsätzlich mild und nussig, das kennt ihr vielleicht von meinem Herbstsalat mit geröstetem Rosenkohl, wo selbst Rosenkohl ganz mild und fast süss schmeckt.



Die Haselnüsse und die Petersilie sind kein Muss, aber sie machen das Gericht für mich komplett. Mit frischem Brot ist es ein leichtes Abendessen, und an Weihnachten stelle ich die Steaks als vegetarische Beilage auf den Festtagstisch. Sie sehen auf der Platte einfach wunderschön aus.
Wer Rotkohl lieber schnell und asiatisch mag, findet in meinen Udon-Nudeln mit Rotkohl eine warme Nudelvariante, die in 30 Minuten auf dem Tisch steht.
Probiert die Rotkohl-Steaks unbedingt aus und schreibt mir in die Kommentare, ob sie bei euch an Weihnachten auf den Tisch kommen.






