Hallo Ihr Lieben, wenn die Peperoni auf dem Markt gerade nichts kosten und richtig schwer in der Hand liegen, gibt es bei uns gefüllte Peperoni mit Reis und Artischocken. Wir Schweizer sagen Peperoni, in Deutschland heisst dasselbe Gemüse Paprika, und beide meinen dieses vegetarische Ofengericht, das nach Süden schmeckt und trotzdem an einem ganz normalen Dienstag machbar ist.

Eine Regel gibt es, und die ist nicht verhandelbar: Der Reis muss vorher gar sein. In der Peperoni steht schlicht nicht genug Flüssigkeit zur Verfügung, damit roher Reis in 30 Minuten weich würde. Kalter Reis vom Vortag ist sogar der bessere Startpunkt, weil die Körner sich dann mit der Füllung mischen statt zu verkleben. Meine ältere, ganz andere Variante mit Blattspinat findet ihr in den gefüllten Paprika mit Spinat, falls ihr es grüner mögt.
Die Füllung selbst ist im Grunde ein kleines Antipasti-Sortiment: getrocknete Tomaten, Artischockenherzen und Kapern, kurz mit Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl eingekocht. Die Kapern hacke ich grob, weil ganze Kapern beim Essen zu kleinen Salzbomben werden, während gehackte ihren Geschmack über die ganze Füllung verteilen.

Das Tomatenbett unter den Peperoni sieht aus wie Deko, ist aber der eigentliche Trick. Es dämpft die Hälften von unten weich, während der Käse oben goldbraun wird, und ganz nebenbei entsteht daraus die Sosse, die ich mit auf den Teller löffle. Getrocknete Tomaten in dieser Rolle liebe ich sehr, deshalb kommen sie auch in mein Süsskartoffel-Risotto mit getrockneten Tomaten.

Von den 200 gr Reis bleibt fast immer etwas übrig, und das ist gut so. Am nächsten Tag mache ich daraus einen kalten Salat, genau wie in meinem schwarzen Reissalat mit Mango, nur eben mit dem, was noch da ist.


Ich hoffe, diese Peperoni landen bei euch genauso oft auf dem Tisch wie bei uns, solange die Saison läuft. Dazu braucht es kaum mehr als etwas Grünes, und da nehme ich am liebsten meinen Radicchio-Salat mit Ofengemüse.






