Hallo Ihr Lieben,
im August habe ich immer zu viele Zucchetti, und irgendwann ist auch der letzte Auflauf gemacht. Dann kommt bei uns das Waffeleisen aus dem Schrank und es gibt herzhafte Zucchini-Waffeln mit Parmesan: aussen knusprig, innen weich, in 30 Minuten fertig und bei den Kindern beliebter als jede Gemüsepfanne.

Der wichtigste Schritt passiert, bevor überhaupt Teig entsteht. Die geraffelten Zucchini werden gesalzen, 10 Minuten stehen gelassen und dann im Küchentuch richtig ausgewrungen. Es kommt erstaunlich viel Wasser heraus, und genau dieses Wasser entscheidet zwischen knusprig und labberig. Nach genau demselben Prinzip arbeiten auch meine knusprigen Zucchetti-Pommes mit Wasabi-Mayo, die dieselbe Vorarbeit brauchen und danach im Ofen statt im Waffeleisen braun werden.
Den Parmesan reibe ich fein statt grob. So verteilt er sich im ganzen Teig, und an den Kanten des Waffeleisens brennt er leicht an, was diese kleinen knusprigen Ränder gibt, für die man sich am Schluss streitet. Zucchini und Parmesan sind ohnehin ein altes Paar, das bei uns auch als Spaghetti alla Nerano mit knusprigen Zucchetti auf den Tisch kommt.

Das Waffeleisen wird bei uns sowieso zu selten benutzt, dabei kann es weit mehr als Sonntagmorgen. Wenn es dann doch mal süss sein soll, backe ich im selben Eisen meine Kokos-Limetten-Waffeln mit Kokosmilch, und niemand am Tisch merkt, dass es dasselbe Gerät ist.

Serviert werden sie warm, mit etwas Parmesan darüber und einem Joghurt-Dip mit viel Knoblauch und Zitrone daneben. Wer kein Waffeleisen im Schrank hat, brät aus genau demselben Teig einfach Puffer in der Pfanne, so wie ich es bei meinen Kichererbsenpuffer mit Gemüse mache.


Ich hoffe, diese Waffeln retten euch durch die Wochen, in denen der Garten mehr Zucchini liefert, als jemand essen kann. Und wenn der Grill sowieso schon an ist, sind meine gegrillten Zucchetti-Haloumi-Spiesse mit Pfirsich der nächste Teller aus derselben Kiste.






