Hallo Ihr Lieben, die Grillsaison ist in vollem Gang und bei uns kommen längst nicht nur Gemüse-Klassiker auf den Rost. Diese gegrillten Zucchetti-Haloumi-Spiesse mit Pfirsich sind meine liebste Entdeckung des Sommers: dünne Zucchetti-Streifen, quietschiger Haloumi und reife Pfirsiche wandern zusammen auf den Spiess, ziehen in einer Marinade aus Olivenöl, Balsamico, Limette, Honig und Thymian und werden auf dem Grill rundum goldbraun. Süss, salzig, rauchig und ein bisschen scharf – alles auf einem Holzstäbchen.

Der kleine Trick steckt im Schnitt. Statt die Zucchetti in Scheiben zu schneiden, ziehe ich sie mit dem Sparschäler der Länge nach in dünne Streifen ab. Die lassen sich in Wellen aufstecken, bekommen dadurch viel mehr Oberfläche für die Marinade und werden auf dem Grill wunderbar weich, während der Haloumi dazwischen eine knusprige Kruste bildet. Und weil Haloumi nicht schmilzt, sondern nur aussen bräunt, bleibt jeder Würfel schnittfest auf dem Spiess.
Haloumi und Pfirsich
Diese Kombination hat mich selbst überrascht. Der Haloumi bringt Salz und diesen typischen Biss, der Pfirsich kommt vom Grill karamellig-süss zurück und wird dabei richtig saftig – zusammen mit dem Balsamico und der Limette ergibt das ein Süss-Salzig-Spiel, bei dem meine Familie jedes Mal noch einen Spiess nachnimmt. Wichtig ist nur, dass die Pfirsiche reif, aber noch fest sind, sonst fallen sie beim Wenden auseinander.

Die Marinade rühre ich zusammen, während die Spiesse gesteckt werden: Olivenöl, Balsamico-Essig, Limettensaft und etwas Abrieb, ein Löffel Honig, frischer Thymian, Knoblauch und Chiliflocken. Dann kommen die Spiesse in eine Schüssel mit Deckel, werden grosszügig übergossen und dürfen mindestens 30 Minuten ziehen. Die Schüssel drehe ich zwischendurch ein paarmal um – so kommt jeder Spiess an die Marinade, ganz ohne Pinsel. Über Nacht im Kühlschrank geht natürlich auch, dann sind sie am nächsten Tag noch würziger.

Auf dem Grill brauchen sie dann nur noch gut 12 Minuten. Rost sauber bürsten, leicht einölen, richtig heiss werden lassen und die Spiesse erst wenden, wenn sich von selbst eine Kruste gebildet hat – dann klebt nichts. Zum Schluss ein paar frische Thymianblättchen darüber, dazu frisches Baguette, und fertig ist ein Grillteller, bei dem wirklich niemand nach Fleisch fragt.


Ich hoffe, ich konnte euch Lust machen, dieses Jahr mal etwas Neues auf den Rost zu legen. Wenn ihr eine vegane Variante zum Grillfest sucht, probiert unbedingt meine Gegrillten Tofu-Pilz-Spiesse mit Salat, und wer den Pfirsich so liebt wie ich, wird auch meinen Tomaten-Pfirsich-Salat mögen. Dazu passt am allerbesten mein Knoblauchbrot mit Knoblauch-Dip – damit ist der Sommerabend komplett.






