Hallo Ihr Lieben,
es gibt ein Gericht, bei dem meine Kinder immer sofort zur Stelle sind: Minestrone mit Girasoli. Warum ausgerechnet Gemüsesuppe der grosse Favorit ist, weiss ich auch nicht so genau – aber sie lieben sie einfach, ähnlich verlässlich wie meine knusprig gebratenen Gnocchi mit Blumenkohl und Pastinake, bei denen die Pastinake für die feine Süsse sorgt. Der Schlüssel ist die Einlage: gefüllte Girasoli, kleine Teigtaschen in Sonnenblumenform, die man nur kurz in der heissen Suppe ziehen lassen muss.

Die Suppe selbst ist herrlich unkompliziert: Ich dünste eine Zwiebel an, gebe buntes Gemüse – Fenchel, Erbsen, Rüebli und Chabis – dazu und lasse alles kurz mitrösten. Dann kommt die Gemüsebrühe dazu und die Minestrone köchelt, bis das Gemüse weich ist. Ganz zum Schluss ziehen die veganen Girasoli in der heissen Suppe, bis sie warm sind. So bleibt das Gemüse bissfest und die Pasta zart. Wenn ich die Suppe vorkoche, lasse ich die Girasoli allerdings weg und gebe sie erst beim Aufwärmen dazu, sonst werden sie weich. Diesen Trick und alle Lagerzeiten findet ihr unter Suppen und Eintöpfe vorkochen.

Serviert wird sie bei uns mit ein paar Hanfsamen für den Biss – total lecker und sehr praktisch, denn die Suppe schmeckt am nächsten Tag fast noch besser. Nur die Girasoli gebe ich dann frisch dazu, damit sie schön zart bleiben. Ein wandelbares Rezept: An kühleren Tagen gebe ich gern noch ein paar weisse Bohnen dazu, dann wird die Minestrone richtig sättigend, und im Sommer steht statt der Suppe mein Panzanella mit Schüttelbrot und grünem Spargel auf dem Tisch, bei dem das knusprige Brot die Marinade aufsaugt.

Diese Minestrone ist Teil meiner liebsten wärmenden Suppenrezepte für die ganze Familie. Wenn Du magst, probier auch meine herzhafte Minestrone mit Wirsing und weissen Bohnen oder die wärmende Rüebli-Linsen-Suppe – beide sind schnell gemacht und bringen viel Gemüse auf den Löffel. Die Minestrone gehört fest zu meinen Rezepten für müde Abende, dort steht auch, wie der Bauplan dahinter funktioniert.





