Hallo Ihr Lieben, es gibt diesen einen Morgen im August, an dem die Luft plötzlich anders riecht und man Lust auf etwas Warmes hat. Genau dann koche ich zum ersten Mal wieder mein cremiges Apfel-Zimt-Porridge mit karamellisierten Äpfeln. Es ist in 25 Minuten fertig, vegan und schmeckt nach den Wochen, die jetzt kommen, ohne dass man dafür schon den Kürbis aufschneiden muss.

Der wichtigste Kniff steckt nicht im Topping, sondern im Topf: 100 gr Apfelmus kommen direkt zu den Haferflocken. Dadurch braucht das Porridge kaum Zucker, es wird deutlich sämiger, und der Apfelgeschmack sitzt im Hafer statt nur obendrauf. Wer lieber mit einem anderen Korn arbeitet, findet in meinem Hirse-Porridge mit Orange dieselbe Idee mit Hirse statt Hafer.
Dazu lege ich eine ganze Zimtstange mit in den Topf. Das klingt nach Kleinigkeit, macht aber aus einem Porridge, das schlicht nach Zimtpulver schmeckt, eines mit dieser warmen, runden Note, die einen den ganzen Vormittag begleitet. Herausgenommen wird sie erst kurz vor dem Servieren.

Die Äpfel für obendrauf brauchen genau 2 Dinge: kleine, gleichmässige Würfel und eine Pfanne, die schon heiss ist. Ich brate sie kurz in Kokosöl an, lösche mit 2 Esslöffeln Wasser ab und lasse sie dann mit Zimt und Ahornsirup 5 bis 7 Minuten einkochen, bis sie glänzen. Dieselbe Apfel-Zimt-Kombination liebe ich übrigens auch in meinen Pancakes mit Apfel-Zimt-Sahne, wenn der Morgen etwas festlicher sein darf.

Zum Schluss kommen Rosinen und grob gehackte Mandeln darüber, die ich während des Köchelns kurz in der trockenen Pfanne röste. An heissen Tagen mache ich mir dieselben Aromen lieber kalt, dann werden daraus meine Apfel-Zimt Overnight Oats in 2 Varianten, die schon am Vorabend fertig im Kühlschrank stehen.


Ich wünsche euch einen dieser ruhigen Morgen, an denen der Topf leise vor sich hin köchelt und die Küche nach Zimt riecht. Und falls ihr Lust habt, dieselbe Apfelrichtung mit einem anderen Korn zu gehen, ist mein süsser Quinoa mit Apfelkompott der nächste Teller, den ich euch ans Herz lege.






