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  • Vegane Gyoza mit goldbraunem Knusperboden auf einem blauen Teller, dazu Stäbchen und eine kleine Schale Dipsauce
  • Vegane Gyoza mit knuspriger Unterseite und Sesam aus der Nähe fotografiert
  • Vegane Gyoza in der Pfanne, dazwischen die goldene Kruste aus Mehl und Wasser
  • Angerichtete vegane Gyoza mit Frühlingszwiebeln und Sesam auf einem blauen Teller
  • Vegane Gyoza mit ausgebackenem Knusperboden direkt nach dem Stürzen aus der Pfanne
  • Zutaten für vegane Gyoza mit Tempeh, Weisskohl, Karotten, Frühlingszwiebeln und Knoblauch

3. AUGUST 2026

Vegane Gyoza mit Tempeh und Knusperboden

Von Verena Frei

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: english

Zum Rezept
Vorbereitung
40 min
Backen / Kochen
15 min
Gesamt
55 min
Portionen
4 Portionen (ca. 24 Gyoza)

Hallo Ihr Lieben, es gibt Gerichte, bei denen der schönste Moment nicht das Essen ist, sondern der Augenblick, in dem man den Deckel abnimmt. Bei diesen veganen Gyoza mit Tempeh und Knusperboden ist es genau so: Unter dem Deckel ist alles weich und dampfend, und in den letzten zwei Minuten backt eine hauchdünne Schicht aus Mehl und Wasser zu einer goldenen Spitze aus, die alle Teigtaschen zu einem einzigen knusprigen Kranz verbindet. Wenn man den auf den Teller stürzt, wird es am Tisch kurz still.

Vegane Gyoza mit knuspriger Unterseite und Sesam aus der Nähe fotografiert

Die Füllung ist der Grund, warum bei uns niemand fragt, wo das Fleisch geblieben ist. Tempeh wird mit den Händen fein zerbröselt und so lange angebraten, bis er nussig duftet und an den Kanten goldbraun wird, und erst danach kommen Sojasauce, Zucker und ein Löffel Sriracha dazu. Wer diese Textur mag, wird auch meine Tempeh-Cashew-Pfanne mit knackigem Gemüse mögen, die mit demselben Kniff arbeitet. Weisskohl, geriebene Karotte und Frühlingszwiebeln dürfen nur kurz mitbraten, damit sie im Biss bleiben.

Das Falten sieht schwieriger aus, als es ist. Ein gehäufter Teelöffel Füllung in die Mitte, die Ränder mit dem Finger befeuchten, zusammenklappen, fest andrücken. Die typischen kleinen Falten sind reine Kür, und ehrlich gesagt sehen meine ersten fünf jedes Mal aus wie kleine Unfälle. Ab dem sechsten läuft es, und ab dem zehnten will man gar nicht mehr aufhören.

Vegane Gyoza in der Pfanne, dazwischen die goldene Kruste aus Mehl und Wasser

Für den Knusperboden rühre ich 1 Teelöffel Mehl in 50 ml Wasser an, und die Mischung muss wirklich fast wie Wasser aussehen. Sie kommt zu den bereits angebratenen Gyoza in die Pfanne, dann sofort der Deckel drauf. Fünf bis sechs Minuten dampfen die Teigtaschen gar, und wenn die Flüssigkeit verdampft ist, nehme ich den Deckel ab und lasse die Pfanne noch kurz offen weiterlaufen. Genau in diesen letzten Minuten passiert alles. Wenn ihr eine zweite Runde Handarbeit am Tisch mögt, sind meine grünen Sommerrollen mit Tahini-Dip der perfekte kalte Gegenpol dazu.

Angerichtete vegane Gyoza mit Frühlingszwiebeln und Sesam auf einem blauen Teller

Zum Servieren stürze ich die Pfanne über einem grossen Teller, sodass die knusprige Seite nach oben zeigt, und streue Frühlingszwiebeln und geröstete Sesamsamen darüber. Dazu gibt es einen Dip aus Sojasauce und Reisessig im Verhältnis 2 zu 1, mit ein paar Tropfen Sesamöl. Wenn mehr Leute am Tisch sitzen, stelle ich noch mein veganes Chop Suey mit Reisnudeln dazu, dann ist aus der Vorspeise ein ganzes Abendessen geworden.

Vegane Gyoza mit ausgebackenem Knusperboden direkt nach dem Stürzen aus der PfanneZutaten für vegane Gyoza mit Tempeh, Weisskohl, Karotten, Frühlingszwiebeln und Knoblauch

Ich wünsche euch beim ersten Deckel-Abnehmen genau dieses kleine Staunen, das wir hier jedes Mal haben. Und falls ihr die Gyoza in ihre eigentliche Heimat einbetten wollt, serviert sie so, wie man es in Japan tut, nämlich als knusprige Begleitung zu einer tiefen Schüssel von meinem veganen Umami-Ramen.

Eure Verena

TIPPS

Verenas Notizen

Tipp aus meiner Küche: Die Füllung muss wirklich kalt sein, bevor du füllst. Warme Füllung gibt Dampf ab, der Teig wird von innen feucht und reisst beim Falten. Ich koche sie deshalb immer als Erstes und stelle die Schüssel für 15 Minuten ans offene Fenster oder in den Kühlschrank. Beim Falten hilft eine kleine Schale Wasser direkt neben dem Brett, und die fertigen Gyoza lege ich unter ein leicht feuchtes Küchentuch, damit die Ränder nicht austrocknen. Wenn dein Knusperboden nicht zusammenhält, war die Mehl-Wasser-Mischung zu dick, sie soll wirklich fast wie Wasser aussehen. Für einen schärferen Auftritt rühre ich 1 Teelöffel Sriracha in die Füllung, für die Kinderportion lasse ich sie einfach weg. Als Vorspeise reichen die 24 Gyoza für 6 Personen, als Hauptgericht mit Reis für 4.

Vegane Gyoza mit goldbraunem Knusperboden auf einem blauen Teller, dazu Stäbchen und eine kleine Schale Dipsauce

Vegane Gyoza mit Tempeh und Knusperboden

Japanische Teigtaschen mit herzhafter Tempeh-Kohl-Füllung, in der Pfanne gebraten, gedämpft und mit einer hauchdünnen goldenen Kruste aus Mehl und Wasser serviert.

  • Gericht:Hauptgericht
  • Vorbereitungszeit:40 Minuten
  • Zubereitungszeit:15 Minuten
  • Portionen:4 Portionen (ca. 24 Gyoza)
Vegan

KOCHUTENSILIEN

  • grosse beschichtete Pfanne mit Deckel
  • scharfes Messer
  • Küchenreibe
  • grosse Schüssel
  • kleine Schüssel mit Wasser
  • Pfannenwender

ZUTATEN

Für die Füllung:

Für die Teigtaschen:

Zum Braten und für den Knusperboden:

ANLEITUNGEN

Zutaten vorbereiten

  1. Den Tempeh mit den Händen oder einer Gabel fein zerbröseln.
  2. Knoblauch schälen und fein hacken, den Ingwer schälen und fein reiben.
  3. Die Frühlingszwiebeln putzen und fein hacken, den Weisskohl waschen und in feine Streifen schneiden, die Karotte schälen und grob reiben.
  4. Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis er duftet, und sofort herausnehmen.

Füllung anbraten

  1. In einer Pfanne 1 Esslöffel Sesamöl erhitzen und Knoblauch und Ingwer darin etwa 30 Sekunden anbraten, bis sie duften.
  2. Den zerbröselten Tempeh dazugeben und 3 bis 4 Minuten anbraten, bis er goldbraun ist.
  3. Sojasauce, Zucker und nach Wunsch Sriracha zugeben und umrühren, damit der Tempeh die Aromen aufnimmt.
  4. Weisskohl, geriebene Karotte und Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben, alles durchmischen und 2 bis 3 Minuten anbraten, bis das Gemüse weicher ist.
  5. Den gerösteten Sesam unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Füllung vollständig abkühlen lassen.

Gyoza falten

  1. Ein Gyoza-Teigblatt auf die Handfläche legen und 1 gehäuften Teelöffel Füllung in die Mitte setzen.
  2. Die Ränder des Teigblatts mit etwas Wasser befeuchten.
  3. Das Blatt über der Füllung zusammenklappen und die Ränder fest zusammendrücken, wer mag legt dabei kleine Falten für das typische Gyoza-Muster.
  4. Den Vorgang wiederholen, bis Füllung und Teigblätter aufgebraucht sind, und die fertigen Gyoza unter einem feuchten Tuch bereitstellen.

Braten, dämpfen und servieren

  1. In einer grossen Pfanne 2 Esslöffel Pflanzenöl erhitzen und die Gyoza mit etwas Abstand nebeneinander hineinsetzen, bei Bedarf in zwei Durchgängen.
  2. Die Teigtaschen anbraten, bis die Unterseite goldbraun ist.
  3. 1 Teelöffel Mehl in 50 ml Wasser klumpenfrei anrühren und die Mischung zu den Gyoza in die Pfanne giessen.
  4. Sofort den Deckel aufsetzen und die Gyoza 5 bis 6 Minuten dämpfen, bis die Flüssigkeit vollständig verdampft ist.
  5. Den Deckel abnehmen und die Pfanne noch 1 bis 2 Minuten offen weiterbraten, bis sich der Knusperboden gebildet hat.
  6. Die Gyoza mit der knusprigen Seite nach oben auf einen Teller stürzen, mit Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen und sofort mit einem Dip aus Sojasauce und Reisessig servieren.
Kalorien
385 kcal
Protein
15 g
GUT ZU WISSEN

Häufige Fragen

  • Meistens ja, aber nicht immer. Klassische japanische Gyoza-Blätter bestehen nur aus Weizenmehl, Wasser und Salz, einige Hersteller mischen jedoch Ei unter. Ein Blick auf die Zutatenliste klärt das in zwei Sekunden. Du findest die Blätter tiefgekühlt in jedem gut sortierten Asia-Laden, meist in Packungen zu 30 bis 50 Stück. Lass sie langsam im Kühlschrank auftauen und halte sie beim Falten unter einem feuchten Tuch, sonst trocknen die Ränder aus und lassen sich nicht mehr versiegeln.

  • Der Trick ist eine sehr dünne Mehl-Wasser-Mischung. Rühre 1 Teelöffel Mehl in 50 ml Wasser klumpenfrei an und giesse die Mischung zu den bereits angebratenen Gyoza in die Pfanne. Sofort den Deckel drauf, dann garen die Teigtaschen 5 bis 6 Minuten im Dampf. Wenn die Flüssigkeit vollständig verdampft ist, nimmst du den Deckel ab und lässt die Pfanne noch ein bis zwei Minuten offen weiterbraten. In dieser Zeit backt die Stärke zu einer hauchdünnen, goldenen Spitze aus, die du am Stück aus der Pfanne heben kannst.

  • Ja, und das lohnt sich richtig, weil das Falten die einzige Arbeit ist. Lege die rohen, gefüllten Gyoza mit Abstand auf ein bemehltes Blech und friere sie zwei Stunden vor, bevor du sie in einen Gefrierbeutel umfüllst. So kleben sie nicht zusammen. Gebraten werden sie direkt gefroren, ohne Auftauen, nur die Dampfzeit unter dem Deckel verlängerst du um etwa 2 Minuten. Im Tiefkühler halten sie sich rund 3 Monate.

  • Fester Tofu funktioniert am besten, wenn du ihn vorher gut ausdrückst und genauso zerbröselst wie den Tempeh. Fein gehackte Shiitake geben viel Umami und eine fleischige Textur, und eingeweichte Sojaschnetzel sind die günstigste Variante. Der Tempeh bleibt aber am bissfestesten, weil er beim Anbraten aussen nussig wird und in der Füllung nicht matschig zerfällt.

  • Ganz klassisch mische ich Sojasauce und Reisessig im Verhältnis 2 zu 1, dazu ein paar Tropfen Sesamöl. Wer es schärfer mag, rührt Chiliflocken oder etwas Sriracha unter, und fein geschnittene Frühlingszwiebeln machen den Dip frisch. Ein Teelöffel geröstete Sesamsamen obendrauf passt wunderbar zu den Sesamnoten in der Füllung.

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