Hallo Ihr Lieben,
in Hongkong stehen an jeder zweiten Ecke Stände, an denen jemand eine Waffel aus einem seltsam runden Eisen dreht, sie zur Tüte rollt und in ein Glas stellt. Diese Bubble Waffeln, dort auch Eierwaffeln genannt, gibt es bei uns inzwischen zweimal: einmal süss mit Vanille und Butter und einmal herzhaft mit Parmesan und Kräutern. Aussen knusprig, innen luftig, und die kleinen Blasen zupft man sich beim Essen einzeln ab.

Das Geheimnis steht unscheinbar in der Zutatenliste: 2 Esslöffel Maisstärke. Sie ist der Grund, warum die Hülle knusprig wird, während es in den Blasen weich bleibt, und ohne sie bekommt ihr einfach eine dickere Pfannkuchenwaffel. Danach braucht der Teig 10 Minuten Ruhe, genau wie bei meinen Waffeln mit Erdbeere-Minz-Sosse, die dieselbe Rolle im klassischen Eisen übernehmen.
Dass ein Waffelteig auch salzig funktioniert, hat mich lange überrascht. Beim herzhaften Teig ersetzen 100 Gramm geriebener Parmesan zusammen mit Oregano und Basilikum den Zucker, und heraus kommt etwas, das eher an Focaccia erinnert als an Frühstück. Nach demselben Prinzip backe ich auch meine herzhaften Zucchini-Waffeln mit Parmesan, nur ohne Blasen und mit Gemüse im Teig.

Gerollt wird sofort, solange die Waffel warm und biegsam ist, denn abgekühlt bricht sie einfach durch. In das Glas kommt dann, worauf gerade alle Lust haben. Wer kein Bubble-Eisen im Schrank hat und trotzdem etwas zum Rollen und Füllen sucht, macht aus meinem veganen Crêpes-Grundrezept ohne Ei dünne Fladen, die genauso gut zur Tüte werden.
Für den ganz normalen Sonntagmorgen bleibt das Bubble-Eisen bei uns trotzdem im Schrank, weil es für zwei Waffeln zu umständlich ist. Dann kommen stattdessen die Kokos-Limetten-Waffeln mit Kokosmilch aus dem klassischen Eisen.


Ich hoffe, ihr rollt bald eure erste Tüte, und ich hoffe noch mehr, dass ihr beide Teige probiert. Wer es lieber knusprig und ohne Ei mag, bleibt bei meinen knusprigen veganen Apfel-Chia-Waffeln, die komplett vegan sind.






