Hallo Ihr Lieben,
Flammkuchen kennt ihr von mir bisher nur herzhaft, aber sobald die ersten Äpfel vom Baum fallen, backe ich ihn süss: Mein Apfel-Flammkuchen mit Zimt und Mandeln ist hauchdünn, knusprig am Rand, cremig in der Mitte und schmeckt wie eine Mischung aus Apfelwähe und Elsässer Flammkuchen. Der Teig kommt ohne Hefe aus, der Belag ist in 10 Minuten fertig, und wer mag, flambiert das Ganze am Schluss mit einem Schuss Calvados.

Der Teig ist genau derselbe, den ich für meinen Spinat-Flammkuchen mit Crème fraîche und Mandeln mache: Mehl, Wasser, Olivenöl, eine Prise Salz, dazu hier noch ein Teelöffel Zucker und etwas Vanille. Er muss nur 30 Minuten ruhen, dann lässt er sich so dünn ausrollen, dass er fast durchscheint, und genau das macht ihn im heissen Ofen so knusprig.
Äpfel und Crème fraîche
Für den Belag nehme ich säuerliche, feste Äpfel wie Boskoop oder Braeburn, die den süssen Zimtzucker ausgleichen und beim Backen nicht zerfallen. Die Crème fraîche rühre ich mit Zimt und braunem Zucker glatt und streiche sie dünn auf, mit freiem Rand. Das ist im Prinzip die Idee meiner veganen Apfelwähe mit Guss, nur ohne Guss und ohne Form, dafür in 30 Minuten gebacken.

Die Apfelscheiben dürfen sich ruhig überlappen, sie schrumpfen beim Backen. Obendrauf kommen gehobelte Mandeln, die im Ofen goldbraun rösten und den Knusper bringen. Wenn ihr dünne Teigböden mit Belag genauso gern mögt wie wir, probiert danach auch meine Kürbis-Pizza mit Ricotta und karamellisierten Zwiebeln, das ist die herzhafte Herbstversion.

Das Flambieren ist bei uns der Moment, in dem alle vom Tisch aufschauen. Der Calvados wird im kleinen Topf erwärmt, angezündet und brennend über den fertigen Flammkuchen gegossen, die Flamme ist nach ein paar Sekunden weg und zurück bleibt ein feines Apfelbrand-Aroma. Mit Kindern lasse ich den Schritt weg und setze stattdessen eine Kugel Vanilleglace auf das warme Stück.


Ich hoffe, ihr lasst euch von einem süssen Flammkuchen genauso überraschen wie wir beim ersten Mal. Wenn danach noch Äpfel übrig sind, werden daraus bei uns Apfel-Streusel-Muffins mit Zimt für die Znüni-Box.
Und wer die Kombination aus Apfel und Zimt in einem weichen Hefeteig lieber mag als hauchdünn, backt am Wochenende meine Brioche mit Apfel-Zimt-Füllung. Erzählt mir, ob ihr flambiert habt.






