Hallo Ihr Lieben,
ein Rüeblikuchen ist bei uns Familiensache, und diese Version hier ist die, die ich backe, wenn es leicht und sonnig sein soll statt schwer und cremig: Mein Karottenkuchen mit Polenta und Mandeln hat eine goldgelbe, feinkörnige Krume, schmeckt nach Zimt und Vanille und bekommt statt eines Frostings nur eine dünne Zitronenglasur. Mit den kleinen Rüebli-Rosen obendrauf sieht er nach viel mehr Arbeit aus, als er macht.

Den klassischen Weg kennt ihr von mir schon: Mein veganer Rüeblikuchen mit Frischkäse-Frosting ist der Geburtstagskuchen, satt und dick bestrichen. Dieser hier ist sein leichterer Cousin für den Sonntagnachmittag, mit Ei und Joghurt im Teig und ohne Frosting, und er hält sich dafür 3 Tage lang saftig.
Die Polenta ist der eigentliche Trick. Sie ersetzt einen grossen Teil des Mehls und macht den Kuchen mürbe und leicht körnig, mit einem zarten Maisgeschmack, der zur Karotte erstaunlich gut passt. Wer die Idee mag, kennt sie vielleicht von meinem veganen Polentakuchen mit Pfirsich, wo dieselbe Krume im Sommer unter karamellisierten Früchten liegt.

Die 4 Eier sind hier keine Nebensache, sie tragen den schweren Polenta-Teig und machen ihn luftig. Ein einfacher Ei-Ersatz funktioniert bei dieser Menge Maisgriess nicht gut. Wer ohne Ei backen möchte, nimmt lieber den veganen Rüebli-Cake vom Osterbrunch, der von Anfang an so gedacht ist.

Und weil die Packung Polenta nach diesem Kuchen selten leer ist: Der Rest wird bei uns am nächsten Morgen zu süsser Polenta mit Kokosmilch und Ananas, einem warmen Frühstück, das den Kindern fast so gut gefällt wie der Kuchen.


Ich hoffe, der Kuchen findet bald den Weg auf euren Sonntagstisch, er ist wirklich einer der unkompliziertesten, die ich kenne. Und wenn nach dem Raspeln noch Rüebli übrig sind, koche ich daraus gerne ein Glas Apfel-Rüebli-Konfi für den Frühstückstisch, dann ist das Bund komplett aufgebraucht.






