Hallo Ihr Lieben,
und nun zum Herzstück eines jeden Menüs: dem Hauptgang. Ich habe lange überlegt, was bei uns an Weihnachten auf den Tisch kommen soll. Recherchiert man im Internet, landet man schnell bei einem veganen Braten oder etwas im Blätterteig – alles wunderbar, aber eben schon oft gesehen. Es sollte also etwas anderes werden. Mit Wirsing wollte ich sowieso schon lange wieder kochen, den mochte ich schon als Kind sehr gerne.
So entstand die Idee für Wirsingpäckchen mit einer raffinierten Füllung aus schwarzem Reis, Pilzen und Maroni, und zwei Jahre später kam bei uns die Vegane Weihnachtsvorspeise: Pilz-Cappuccino vorweg auf den Tisch, cremig püriert und mit einem Brot-Tofu-Spiess obendrauf. Dazu gibt es ahornglasierten Rosenkohl mit Cranberries und Haselnüssen aus dem Ofen und eine feine Pilz-Weisswein-Sosse. Dass Rosenkohl gerade um Weihnachten so gut schmeckt, ist übrigens kein Zufall: Längere Kälteperioden mildern seine Bitterstoffe, und deshalb steht er in meinem Überblick über das Herbstgemüse ganz am Ende der Saison.


Uns hat das Gericht allen ausgesprochen gut geschmeckt. Sogar Papa Frei, der Rosenkohl sonst nicht so gerne mag, isst ihn in dieser Variante gerne (auch wenn er das nicht gerne zugibt ;-). Ich bin mir sicher, damit liegt ihr auch bei Fleischessern goldrichtig. Bei den Maroni für die Füllung lasst ihr euch von den Namen im Laden nicht verwirren: Marroni, Maronen und Esskastanien meinen im Kern die gleiche Frucht, nur die Rosskastanie vom Spielplatz gehört nicht dazu, und wie ihr die beiden auseinanderhaltet, habe ich in meinen Maroni-Basics vom Einkauf bis zum Ofen festgehalten. Falls ihr keinen schwarzen Reis findet, funktioniert die Füllung auch mit anderem Reis oder Quinoa wunderbar.



Was gibt es bei euch an Weihnachten – immer das Gleiche oder probiert ihr jedes Jahr etwas Neues? Beim Guetzlibacken kommen bei uns jedenfalls jedes Jahr neue Sorten aufs Blech, und aus genau so einem Backtag stammen auch meine Tannenbaum-Plätzchen aus gestapelten Mandelsternen. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Wirsingpäckchen bei einigen von euch auf dem Festtagstisch landen; übrig gebliebenen Reis schichte ich am nächsten Tag gerne süss, so wie im Reis-Parfait mit Mango und Erdbeere aus Basmati und Kokosmilch.
Das komplette Weihnachtsmenü (Teil 1–4)
Die Wirsingpäckchen sind Teil 3 meines veganen Weihnachtsmenüs – hier findet ihr alle vier Gänge zum Nachkochen:
- Teil 1: Spinat-Artischocken Dip und Dips zum Apéro
- Teil 2: Rüeblisuppe mit Safran
- Teil 3: Wirsingpäckchen mit schwarzem Reis, Pilzen und Maroni (dieser Beitrag)
- Teil 4: Cashew-Zimt Creme mit Mandarinen






