Hallo Ihr Lieben,
am Sonntagmorgen gehört bei uns ein Zopf auf den Tisch, das ist in der Schweiz fast schon Gesetz. Dieser Schoko-Haselnuss-Zopf ist allerdings die Variante für ganz besondere Sonntage. Ein lockerer Hefeteig mit Kardamom und Zimt wird mit Schokoladen-Haselnuss-Creme bestrichen, mit gehackten Haselnüssen bestreut, aufgerollt und verdreht. In der Kastenform gebacken, sieht er aus wie eine Babka und duftet herrlich nach Schokolade.

Die Technik kennt ihr vielleicht schon von meinem Hefezopf mit Apfel-Mandel-Füllung: Teig ausrollen, füllen, aufrollen, längs halbieren und die beiden Stränge miteinander verdrehen. Das sieht aufwendig aus, ist aber einfacher als ein geflochtener Zopf, weil die Form alles zusammenhält.
Kardamom, das heimliche Highlight
Kardamom gibt dem Teig zusammen mit Zimt ein warmes, leicht zitroniges Aroma, das wunderbar zur Schokolade passt. Für den Teig verwende ich Pflanzenmilch, die Butter könnt ihr nach Belieben durch eine vegane Butter ersetzen. Ist der Teig zu trocken, kommt noch ein Schuss Milch dazu, klebt er, hilft etwas Mehl.

Beim Füllen lasse ich rundherum einen schmalen Rand frei, damit beim Aufrollen nicht zu viel Creme herausquillt. Wenn ihr die Rolle längs halbiert, liegen die Schokoladenschichten offen, und genau die sorgen nach dem Backen für das schöne Muster. Die gleiche Methode steckt auch in meinem Zopf mit Rüeblifüllung zu Ostern, dort mit einer saftigen Karottenfüllung.



Nach einer zweiten kurzen Gehzeit bäckt der Zopf 30 bis 35 Minuten bei 180 Grad. Er ist fertig, wenn er goldbraun ist und hohl klingt, sobald ihr auf die Oberfläche klopft. Lasst ihn in der Form etwas abkühlen, dann lässt er sich sauber schneiden.
Weil Haselnüsse im Herbst bei uns in fast jedem Gebäck landen, empfehle ich euch auch meinen saftigen Kuchen aus Zucchini und Haselnüssen. Lasst es euch schmecken, am besten noch lauwarm mit einer Tasse Kaffee.






