Hallo Ihr Lieben, manchmal ist eine Idee so einfach, dass man sich fragt, warum sie nicht schon immer da war. Der Crookie ist genau so eine: ein Croissant, das aufgeschnitten und mit rohem Schokoladen-Cookie-Teig gefüllt wird, dann noch eine Schicht Teig obenauf und ab in den Ofen. Erfunden wurde er in einer Pariser Bäckerei, und seit 2024 hat er sich in jede Küche vorgearbeitet, in der jemand einen Backofen und ein Croissant hat.

Der Cookie-Teig ist ein ganz klassischer, mit weicher Butter, zwei Sorten Zucker, einem Ei und viel Schokolade. Der braune Zucker ist dabei nicht optional, er bringt die Karamellnote und sorgt dafür, dass der Teig weich bleibt statt trocken zu werden. Genau dieser Teig steckt auch in meinen knusprigen Espresso-Cookies, nur dass er dort auf klassische Art zu runden Keksen gebacken wird. Wichtig ist, dass die Butter wirklich weich und nicht geschmolzen ist, sonst läuft der Teig später vom Croissant.
Bei den Croissants gilt: je einfacher, desto besser. Ein schlichtes Butter-Croissant bringt genau die blättrige Struktur mit, die den Kontrast zum dichten Cookie-Teig ausmacht. Und ein Croissant vom Vortag ist tatsächlich die bessere Wahl, weil es stabiler ist und den Teig nicht so gierig aufsaugt.

Beim Backen entscheidet die Uhr. 12 bis 15 Minuten bei 180 Grad, keine Minute länger. Der Teig obenauf soll goldbraun sein, die Mitte darf ruhig noch leicht glänzen, denn sie zieht beim Abkühlen nach. Wenn ihr das Verhältnis von aussen knusprig zu innen weich mögt, aber weniger Butter im Spiel haben wollt, sind meine Cookies mit Datteln ohne Industriezucker der leichtere Weg zum selben Gefühl.

Ehrlich gesagt ist ein Crookie kein zurückhaltendes Gebäck. Bei uns wird meist einer zu zweit geteilt, mit einem Espresso daneben, und das ist genau richtig. Wer es etwas leichter mag, füllt nur die Mitte, lässt die zweite Teigschicht weg und backt den Rest als kleine Cookies auf einem zweiten Blech. Wenn ihr sowieso gerade in Schokoladenstimmung seid, empfehle ich euch dazu meine Zucchini-Blondies mit Schokolade, die im August perfekt in die Saison passen.


Ich wünsche euch beim ersten Bissen genau diesen Moment, in dem knusprige Kruste und weicher Teig gleichzeitig ankommen. Und falls euch das Füllen von Gebäck jetzt gepackt hat, ist meine Brioche mit Apfel-Zimt-Füllung das nächste Projekt für einen langen Sonntagnachmittag.






