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  • Roggen-Bürli mit Leinsamen in einer grünen Schale auf einem rosa Tuch, daneben zwei Bürli auf einem Holzbrett
  • Roggen-Bürli mit aufgebrochener Kruste in der grünen Schale, daneben eine Schale mit Leinsamen
  • Nahaufnahme der Krume eines aufgebrochenen Roggen-Bürli mit grossen Poren
  • Mehrere Roggen-Bürli mit Leinsamen in einer grünen Schale mit rosa Tuch, von schräg oben
  • Zwei Roggen-Bürli mit bemehlter Kruste auf einem Holzbrett im Sonnenlicht
  • Zutaten für Roggen-Bürli: Roggenmehl, Weizenmehl, Leinsamen, Trockenhefe und Honig

25. SEPTEMBER 2026

Roggen-Bürli mit Leinsamen

Von Verena Frei

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: english

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Vorbereitung
20 min
Backen / Kochen
25 min
Gesamt
1 Std 45 min
Portionen
8 Bürli
Was koche ich heute?Tipp an, was du zu Hause hast, und ich zeig dir, was passt.z. B. mitRoggenmehlHonigLeinsamenZum Rezeptfinder

Hallo Ihr Lieben,

es gibt wenige Dinge, die eine Wohnung so freundlich machen wie der Geruch von frischem Brot am Morgen. Meine Roggen-Bürli mit Leinsamen brauchen dafür nur 7 Zutaten und keine besondere Technik: Mehl, Salz, Hefe, ein Teelöffel Honig, Wasser und Leinsamen. Der Rest ist Zeit, und die meiste davon arbeitet der Teig allein.

Roggen-Bürli mit aufgebrochener Kruste in der grünen Schale, daneben eine Schale mit Leinsamen

Wer lieber süsse Brötchen backt, findet in meinen Apfel-Müsli Brötchen mit Haferflocken die Frühstücksvariante mit Apfel und Haferflocken. Die Bürli hier gehen in die andere Richtung: herzhaft, mit einer bemehlten Kruste, die beim Backen rustikal aufreisst.

Roggen und Leinsamen

Roggenmehl allein ergäbe einen sehr dichten Teig, deshalb bleiben 150 gr Roggen gegen 350 gr helles Weizenmehl das richtige Verhältnis: genug für das typische, leicht säuerliche Aroma, aber noch locker genug für eine grossporige Krume. Die Leinsamen knete ich mit ein und hebe einen Löffel für die Kruste auf. Dieselbe Hefeteig-Logik steckt übrigens in meinem Kürbis-Baguette mit Hefeteig, nur dass dort der Kürbis die Feuchtigkeit mitbringt.

Nahaufnahme der Krume eines aufgebrochenen Roggen-Bürli mit grossen Poren

Für die knusprige Kruste stelle ich eine Schale heisses Wasser auf den Ofenboden. Der Dampf hält die Oberfläche in den ersten Minuten geschmeidig, sodass die Bürli aufreissen können, statt sofort hart zu werden. Frisch aus dem Ofen sind sie schon perfekt, aber richtig gut werden sie als Grundlage für mein Knoblauchbrot mit Knoblauch-Dip.

Mehrere Roggen-Bürli mit Leinsamen in einer grünen Schale mit rosa Tuch, von schräg obenZwei Roggen-Bürli mit bemehlter Kruste auf einem Holzbrett im SonnenlichtZutaten für Roggen-Bürli: Roggenmehl, Weizenmehl, Leinsamen, Trockenhefe und Honig

Der Teig verträgt eine Übernachtgare ausgezeichnet, und ehrlich gesagt backe ich sie inzwischen fast nur noch so: abends ansetzen, kalt stellen, morgens formen und backen. Wer noch mehr mit Hefeteig spielen möchte, sollte mein veganes Stockbrot mit Tofu-Würstchen ausprobieren, das ist derselbe Teiggedanke für draussen am Feuer. Ich freue mich, wenn ihr mir erzählt, wie euch die Roggen-Bürli gelungen sind.

Eure Verena

TIPPS

Verenas Notizen

Tipp aus meiner Küche: Die Übernachtgare ist hier kein Zusatz, sondern der eigentliche Trick. Ich setze den Teig abends an, stelle ihn kalt und backe am Morgen, dann riecht die ganze Wohnung nach Bäckerei und das Aroma ist ungleich kräftiger. Mit Umluft backt ihr bei 180 Grad, sonst wird die Kruste zu dunkel, bevor die Mitte durch ist. Traditionell setzt man je 2 Bürli so eng nebeneinander, dass sie sich beim Aufgehen berühren und danach von Hand auseinandergebrochen werden, das gibt die typische weiche Bruchstelle. Und wer mag, ersetzt 1 EL Leinsamen durch Sonnenblumenkerne.

Roggen-Bürli mit Leinsamen in einer grünen Schale auf einem rosa Tuch, daneben zwei Bürli auf einem Holzbrett

Roggen-Bürli mit Leinsamen

Rustikale Schweizer Brötli aus Roggen- und Weizenmehl mit Leinsamen, knuspriger Kruste und lockerer Krume, aus nur 7 Zutaten.

  • Gericht:Brot
  • Vorbereitungszeit:20 Minuten
  • Zubereitungszeit:25 Minuten
  • Portionen:8 Bürli
Vegetarisch

KOCHUTENSILIEN

  • grosse Schüssel
  • Messbecher
  • Küchenmaschine mit Knethaken oder Hände
  • Küchentuch
  • Backblech mit Backpapier
  • Kuchengitter

ZUTATEN

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ANLEITUNGEN

Teig ansetzen

  1. Roggenmehl und Weizenmehl in einer grossen Schüssel vermischen und das Salz dazugeben.
  2. Den Honig im lauwarmen Wasser auflösen, die Trockenhefe einrühren und die Mischung 5 Minuten stehen lassen, bis sich sichtbare Bläschen bilden. Das Wasser darf höchstens handwarm sein, zu heisses Wasser tötet die Hefe ab.
  3. Die Hefe-Mischung zum Mehl geben und alles von Hand oder mit der Küchenmaschine 8 bis 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. 2 EL Leinsamen dabei einkneten, den Rest für die Kruste beiseitelegen.
  4. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis er sich sichtbar verdoppelt hat.

Bürli formen

  1. Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben, in 8 gleich grosse Stücke teilen und zu runden Bürli formen. Nicht zu fest kneten, die Luft soll im Teig bleiben.
  3. Die Bürli mit ausreichend Abstand auf das Blech setzen, mit Wasser besprühen und mit den übrigen Leinsamen und etwas Mehl bestreuen.

Backen

  1. Eine ofenfeste Schale mit heissem Wasser auf den Ofenboden stellen und die Bürli 20 bis 25 Minuten backen, bis sie eine goldbraune Kruste haben und hohl klingen, wenn man von unten dagegen klopft.
  2. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, damit die Kruste knusprig bleibt.

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Kalorien
240 kcal
Protein
7 g
GUT ZU WISSEN

Häufige Fragen

  • Bürli sind Schweizer Brötchen mit einer bemehlten, rustikal aufgerissenen Kruste und einer lockeren, grossporigen Krume. Klassisch werden sie zu zweit aneinander gebacken, sodass sie sich beim Aufgehen berühren und später von Hand auseinandergebrochen werden. Der Name ist die Verkleinerungsform von "Bur", also Bauer, ein bäuerliches Brötchen.

  • Ja, und das lohnt sich sehr. Bereitet den Teig abends zu, knetet ihn durch und stellt ihn abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen lasst ihr ihn 30 Minuten Zimmertemperatur annehmen, formt die Bürli und backt sie wie im Rezept. Durch die lange kalte Gare wird das Aroma deutlich kräftiger und die Krume noch lockerer.

  • Meistens fehlt Dampf. Stellt eine ofenfeste Schale mit heissem Wasser auf den Ofenboden oder sprüht die Bürli vor dem Einschieben mit Wasser an. In den ersten 10 Minuten hält der Dampf die Oberfläche geschmeidig, sodass die Bürli aufreissen können, danach bildet sich die Kruste. Und lasst sie nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen, auf dem Blech schwitzen sie.

  • Ja. Der Teelöffel Honig dient nur als Starthilfe für die Hefe, dafür genügt genauso gut 1 TL Ahornsirup, Zucker oder Agavendicksaft. Mit dieser einen Änderung sind die Bürli vollständig vegan, Gehzeit und Backzeit bleiben unverändert.

  • Am besten in einem Brotbeutel aus Stoff oder Papier, dort bleiben sie 1 bis 2 Tage frisch. In Plastik weicht die Kruste sofort auf. Wenn sie alt werden, backt ihr sie kurz mit etwas Wasser besprüht bei 180 Grad auf, dann sind sie fast wie frisch. Eingefroren halten sie 3 Monate.

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