Hallo Ihr Lieben,
es gibt wenige Dinge, die eine Wohnung so freundlich machen wie der Geruch von frischem Brot am Morgen. Meine Roggen-Bürli mit Leinsamen brauchen dafür nur 7 Zutaten und keine besondere Technik: Mehl, Salz, Hefe, ein Teelöffel Honig, Wasser und Leinsamen. Der Rest ist Zeit, und die meiste davon arbeitet der Teig allein.

Wer lieber süsse Brötchen backt, findet in meinen Apfel-Müsli Brötchen mit Haferflocken die Frühstücksvariante mit Apfel und Haferflocken. Die Bürli hier gehen in die andere Richtung: herzhaft, mit einer bemehlten Kruste, die beim Backen rustikal aufreisst.
Roggen und Leinsamen
Roggenmehl allein ergäbe einen sehr dichten Teig, deshalb bleiben 150 gr Roggen gegen 350 gr helles Weizenmehl das richtige Verhältnis: genug für das typische, leicht säuerliche Aroma, aber noch locker genug für eine grossporige Krume. Die Leinsamen knete ich mit ein und hebe einen Löffel für die Kruste auf. Dieselbe Hefeteig-Logik steckt übrigens in meinem Kürbis-Baguette mit Hefeteig, nur dass dort der Kürbis die Feuchtigkeit mitbringt.

Für die knusprige Kruste stelle ich eine Schale heisses Wasser auf den Ofenboden. Der Dampf hält die Oberfläche in den ersten Minuten geschmeidig, sodass die Bürli aufreissen können, statt sofort hart zu werden. Frisch aus dem Ofen sind sie schon perfekt, aber richtig gut werden sie als Grundlage für mein Knoblauchbrot mit Knoblauch-Dip.



Der Teig verträgt eine Übernachtgare ausgezeichnet, und ehrlich gesagt backe ich sie inzwischen fast nur noch so: abends ansetzen, kalt stellen, morgens formen und backen. Wer noch mehr mit Hefeteig spielen möchte, sollte mein veganes Stockbrot mit Tofu-Würstchen ausprobieren, das ist derselbe Teiggedanke für draussen am Feuer. Ich freue mich, wenn ihr mir erzählt, wie euch die Roggen-Bürli gelungen sind.






