Hallo Ihr Lieben,
bei uns in der Schweiz heissen sie Laugenbrötli, und am Sonntagmorgen sind sie bei uns der Hit: vegane Laugenbrötchen mit glänzender, kastanienbrauner Kruste, einem Kreuz obendrauf und groben Salzkristallen, die beim Reinbeissen leise knacken. Innen sind sie weich und fluffig, und das Beste: Ihr braucht dafür keine echte Lauge, sondern nur Natron aus dem Supermarkt.

Seit ich meine Roggen-Bürli mit Leinsamen regelmässig backe, ist das Brötchenbacken am Wochenende bei uns zum Ritual geworden. Die Laugenbrötchen sind dabei die Variante, nach der die Kinder am lautesten fragen.
Natron statt Lauge
Beim Bäcker werden Laugenbrötchen in Natronlauge getaucht. Die ist ätzend und gehört nicht in eine Familienküche. Mit Natron im kochenden Wasser passiert chemisch etwas Ähnliches, nur viel sanfter: Das Wasser wird basisch, die Oberfläche der Brötchen verändert sich, und im Ofen entsteht genau diese dunkle, leicht glänzende Kruste mit dem typischen Laugengeschmack. Die Farbe wird etwas heller als beim Bäcker, geschmacklich bin ich jedes Mal begeistert.

Der Teig selbst ist ein ganz einfacher Hefeteig aus nur 5 Zutaten, und er ist von Natur aus vegan. Ich lasse ihn von meiner Küchenmaschine kneten, während ich den Kaffee mache. Nach etwa einer Stunde Gehzeit hat er sich verdoppelt, und dann geht es schnell: Kugeln formen, kurz ins Natronbad, einschneiden, salzen, ab in den Ofen.
Wer den Laugengeschmack als Snack mag, sollte auch meine veganen Laugenkastanien zum Knabbern probieren. Die kleinen Kugeln sind perfekt für den Apéro oder die Znünibox.



Ganz wichtig ist das grobe Salz direkt nach dem Natronbad, solange die Brötchen noch feucht sind. Dann bleibt es kleben und knuspert schön. Bei uns gibt es die Brötchen lauwarm mit veganer Butter, Konfitüre oder einem herzhaften Aufstrich.
Und wenn ihr Lust auf noch mehr Laugengebäck bekommt, sind meine Laugenbagels mit Sesam und Salz die nächste Stufe: gleiche Technik, nur mit Loch in der Mitte und perfekt für ein grosses Brunch-Sandwich.
Probiert die Laugenbrötchen unbedingt aus und erzählt mir in den Kommentaren, womit ihr sie am liebsten belegt.






