Hallo Ihr Lieben, im Hochsommer will bei uns niemand lange am Herd stehen, aber ein Salat aus lauwarmen Blättern und ein bisschen Dressing reicht mir dann eben auch nicht. Genau dafür gibt es diesen Blumenkohl-Bulgur-Salat mit gebratenem Halloumi: ein ganzer Kopf Blumenkohl wandert mit Kreuzkümmel, Paprika und Knoblauchpulver aufs Blech und kommt goldbraun und an den Rändern knusprig wieder heraus. Dazu nussiger Bulgur, viel Grün, ein Zitronen-Senf-Dressing und obendrauf goldbraun gebratener Halloumi. 23 g Protein pro Portion, und trotzdem fühlt es sich nach Sommer an.

Der ganze Charakter des Salats entsteht im Ofen. Roher Blumenkohl ist mir im Salat zu brav, gerösteter Blumenkohl dagegen wird süsslich, nussig und bekommt diese dunklen, knusprigen Kanten, die man einzeln aus der Schüssel stibitzt. Wichtig sind kleine Röschen und genug Platz auf dem Blech, damit das Gemüse röstet und nicht dämpft. Bei 200 °C dauert das 20 bis 25 Minuten, und in genau dieser Zeit ist auch der Bulgur gar und wieder abgekühlt.
Warum Halloumi und Bulgur so gut zusammenpassen
Bulgur ist mild und nussig, er saugt das Dressing auf und macht aus einem Salat eine richtige Mahlzeit. Halloumi bringt das Salzige und den Biss dazu, den sonst niemand liefert. Er schmilzt nicht, sondern bräunt nur aussen, deshalb liegen die Streifen schnittfest und goldbraun obendrauf. Bei uns am Tisch wandern sie regelmässig zuerst vom Salat, noch bevor der erste Löffel in der Schüssel war.

Aufs Blech kommt bei mir ausserdem ein Bund grüner Spargel, in 5 cm lange Stücke geschnitten. Der braucht genau gleich lang wie der Blumenkohl und bringt Farbe ins Spiel. Ausserhalb der Spargelsaison lasse ich ihn weg und nehme stattdessen 250 g grüne Bohnen, Broccolini oder kleine Brokkoliröschen, die bei gleicher Röstzeit aufs selbe Blech kommen. Der Salat funktioniert dadurch das ganze Jahr über, denn Blumenkohl gibt es ohnehin immer.

Das Dressing ist schnell gerührt und trotzdem der heimliche Star: Zitronensaft für die Säure, Dijon-Senf für die Würze, Honig oder Ahornsirup für eine feine Süsse und Olivenöl, das alles zusammenhält. Zum Schluss noch Sonnenblumenkerne, die ich in der Pfanne ohne Fett kurz röste, bis sie duften. Warm serviert ist das ein Sommeressen für den Abend auf dem Balkon, kalt am nächsten Tag eine Lunchbox, um die man beneidet wird.


Ich hoffe, ich konnte euch Lust auf einen Salat machen, der wirklich satt macht. Wenn ihr gerösteten Blumenkohl genauso gern mögt wie ich, probiert unbedingt meinen Caesar Salad mit Kichererbsen und knusprigem Blumenkohl, und für eine Variante ganz ohne Käse ist mein Buntes Ofengemüse mit Bulgur genau richtig. Wer nach diesem Rezept auf den Halloumi-Geschmack gekommen ist, sollte als Nächstes meine Gegrillten Zucchetti-Haloumi-Spiesse mit Pfirsich auf den Grill legen.






