Hallo Ihr Lieben, ich wünschte es wäre mittlerweile schon normal, dass man in Restaurants und Cafés pflanzliche Milch bekommt. Es wird langsam besser und die Auswahl grösser, aber es könnte noch viel mehr sein – und solange man danach suchen muss, nehme ich meine Milch eben weiter selbst mit. Vor allem, weil es so einfach ist, sie selbst zu machen, und weil sie dann einfach am besten schmeckt. Ich habe kürzlich meine selbstgemachte Mandelmilch zu einem Brunch bei Freunden mitgenommen und die meisten waren überrascht, wie unkompliziert das geht. Daher teile ich hier gerne noch einmal mein liebstes Basic-Rezept mit euch.

Warum Mandelmilch selber machen?
Für mich ist es vor allem der Geschmack: frisch gemixte Mandelmilch ist cremig, nussig und schmeckt nach echten Mandeln, nicht nach Verpackung. Dazu kommt, dass ich genau weiss, was drin ist – nur Mandeln, Wasser und etwas Süsse nach Wahl, keine Verdickungsmittel, keine Zusatzstoffe. Und wenn man Mandeln im Vorrat hat, ist die selbstgemachte Variante oft auch günstiger als die gekaufte im Tetrapack. Man braucht dafür nur 3 Grundzutaten und einen Mixer.
Einweichen und schälen
Der wichtigste Schritt passiert schon am Vorabend: Ich weiche die Mandeln über Nacht (etwa 8 bis 12 Stunden) in kaltem Wasser ein. Dadurch werden sie weich, lassen sich feiner mixen und die Milch wird schön cremig. Am Morgen giesse ich das Einweichwasser weg und spüle die Mandeln gründlich ab. Ihr könnt sie ungeschält verwenden, dann wird die Milch etwas rustikaler und ballaststoffreicher – ich schäle meine aber meist. Der Trick dafür: die eingeweichten Mandeln kurz mit heissem Wasser übergiessen, einen Moment warten, dann lässt sich die Haut ganz einfach abziehen.

Mixen, sieben, fertig
Danach kommt alles zusammen in den Mixer: die Mandeln, 1 Liter Wasser, eine kleine Prise Salz und die gewünschte Süsse – zum Beispiel etwas Ahornsirup, ein paar Datteln oder Feigen. Mindestens 1 Minute auf höchster Stufe mixen, bis alles fein ist. Dann giesse ich die Milch durch einen Nussmilchbeutel und drücke ihn gut aus – und schon ist die Mandelmilch fertig. Den Trester, der im Beutel zurückbleibt, werfe ich übrigens nie weg: getrocknet ergibt er Mandelmehl, frisch rühre ich ihn gerne in Porridge oder Granola.
Aus der Basis lassen sich ganz einfach Varianten zaubern: Für die Schokoladen-Version mixe ich einfach etwas Kakao mit, für eine Heidelbeer-Milch einen Teelöffel Heidelbeerpulver. So habe ich immer die passende Milch für Kaffee, Müesli, Smoothies oder zum Backen im Kühlschrank. Pur hält sie sich dort rund 3 bis 4 Tage – kurz durchschütteln vor dem Trinken, da sie sich natürlich absetzt.
Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, lohnt sich der Blick auf meine anderen Basics: Wie vielseitig Cashews sind, zeige ich euch in meinen 3 Grundrezepten mit Cashews – Milch, süsse Creme und Sauerrahm. Eine besonders schöne Verwendung für selbstgemachte Nussmilch ist mein cremiger Porridge mit Cashewmilch. Und wer beim Mandeln-Einweichen Lust auf mehr bekommt, findet in meiner Nussbutter – 3 einfache Rezepte das nächste Lieblingsprojekt. Ich freue mich riesig, wenn ihr eure Mandelmilch selbst macht.





