Hallo Ihr Lieben,
wenn die Morgen kühler werden, wandert bei uns der Sommer einfach in die Frühstücksschüssel: Mein Quinoa-Porridge mit Kokosmilch und tropischen Früchten ist warm, cremig und schmeckt nach Ferien, obwohl draussen die ersten Blätter fallen. Quinoa und feine Haferflocken kochen zusammen in Kokosmilch zu einem sämigen Brei mit Zimt und Vanille, und obendrauf kommen Mango, Ananas, Papaya und Passionsfrucht.

Quinoa als Frühstück ist bei uns nichts Neues, mein süsser Quinoa mit Apfelkompott steht schon seit Jahren regelmässig auf dem Tisch. Diese Variante ist die tropische Schwester davon: statt Apfel und Zimtkompott gibt es Kokosmilch und Südfrüchte, und weil ein Teil des Quinoas durch feine Haferflocken ersetzt ist, wird der Brei deutlich cremiger, ohne dass ihr ewig rühren müsst.
Quinoa und Kokosmilch
Quinoa ist streng genommen kein Getreide, sondern ein Pseudogetreide, und liefert alle 9 essenziellen Aminosäuren, was für eine Pflanze selten ist. Zusammen mit den Haferflocken gibt das ein Frühstück, das lange satt hält. Die Kokosmilch aus der Dose bringt das Fett und die Cremigkeit, die dünne Trinkkokosmilch schafft das nicht. Genau dieselbe Kombination mag ich auch in meiner süssen Polenta mit Kokosmilch und Ananas, nur eben auf Mais statt auf Quinoa.

Der einzige Schritt, den ihr nicht überspringen dürft, ist das Abspülen des Quinoas. Die Körner tragen von Natur aus eine bittere Schicht, die im Sieb unter fliessendem Wasser in einer Minute verschwindet. Danach kocht der Quinoa 15 Minuten zugedeckt in leicht gesalzenem Wasser, und erst dann kommen Haferflocken, Kokosmilch und Gewürze dazu. Wer im Herbst lieber bei heimischem Obst bleibt, nimmt die Technik aus meinem Apfel-Zimt-Porridge mit karamellisierten Äpfeln und brät Apfel- oder Birnenscheiben kurz in Kokosöl an.

Die Kokosflocken röste ich in der kleinen Pfanne ohne Fett, bis sie goldbraun sind. Das dauert 2 Minuten, und in der dritten Minute sind sie schwarz, also bleibt dabei stehen. Sie geben dem weichen Porridge den Knusper, den es braucht, und ich mache gleich die doppelte Menge, weil sie auch auf Joghurt und Overnight Oats gut sind.


Bei uns hat dieses Porridge inzwischen einen festen Platz in der Woche, meistens am Montag, wenn ein bisschen Sonne in der Schüssel besonders gut tut. Wer es an anderen Tagen lieber schokoladig mag, findet in meinem Schoko-Bananen-Porridge mit karamellisierter Banane das passende Gegenstück.
Und am Wochenende, wenn mehr Zeit ist, wird aus derselben Kokos-Idee ein Stapel Chia-Kokosnuss-Pancakes mit Feigen. Ich bin gespannt, welche Früchte bei euch auf dem Porridge landen, erzählt es mir in den Kommentaren.






