Hallo Ihr Lieben,
heute teile ich mein absolutes Lieblingsessen aus Kartoffeln mit euch: Bärlauch-Rucola Pesto mit knusprigen Kartoffeln. Die Zubereitung der Kartoffeln ist eigentlich so einfach, aber der Extra Schritt macht einen Riesen Unterscheid. Die Kartoffeln werden erst mit der Schale gekocht, dann mit der Gabel zerdrückt und im Ofen gebacken. So werden sie unheimlich knusprig und schmecken sehr lecker. Ich könnte sie so wirklich jeden Tag essen und meine ganze Familie liebt sie. Damit das klappt, liegt bei uns immer ein Sack im dunklen, luftigen Vorratskorb, wo er wochenlang durchhält, und nie im Kühlschrank, denn Kartoffeln im Kühlschrank werden süsslich und beim Braten dunkel. Im Winter zerdrücke ich sie stattdessen zu Brei, so wie unter meinem Wintergemüse mit Weisskohl.
Dazu habe ich ein leckeres Pesto aus Bärlauch und Rucola gemacht. Die Kombination schmeckt sehr gut und es ist etwas milder, denn Bärlauch Pesto alleine ist uns oft zu scharf. Das Pesto passt natürlich nicht nur zu den Kartoffeln, sondern auch prima zu Nudelgerichten, in Salaten oder Sossen, und wenn es beim Apéro etwas Frisches sein soll, mache ich stattdessen meine vegetarische Wassermelonen-Guacamole mit Feta und Pistazien, bei der nichts auf den Herd muss. Den Bärlauch für das Pesto hatte meine Tochter im Wald gesammelt, aber ihr bekommt ihn auch im Laden oder auf dem Markt noch bis Mai.

Das Verhältnis von Rucola und Bärlauch könnt ihr ganz nach eurem Geschmack wählen. Ich hatte für dieses Rezept je die Hälfte.
Die Kartoffeln mit dem Pesto könnt ihr auch prima als Beilage servieren. Wir essen dazu sehr gerne einen grossen Salat, Spargel oder auch zu Gegrilltem passen sie super, und was vom Salat übrig bleibt, wandert tags darauf zusammen mit meinen milden Brokkoli-Bällchen aus dem Ofen kalt in die Lunchbox. Ihr könnt den Sesam natürlich auch weg lassen und dafür die Kartoffeln mit Leinsamen oder nach dem Backen mit Hanfsamen bestreuen, das ist auch sehr fein.


Für das Pesto benötigt es keinen Käse, denn auch diese vegane Version wird köstlich und aromatisch. Ich verwende für den käsigen Geschmack gerne Hefeflocken als Ersatz, oder auch den veganen "Parmesan" von Violife, den ihr so im Supermarkt bekommt.


Habt ihr dieses Jahr schon mit Bärlauch gekocht? Ich habe bereits eine Bärlauchsuppe und einen Aufstrich mit Avocado auf dem Blog, dazu ein Bruschetta mit Spargel und Bärlauch. Der Aufstrich ist mein cremiger Bärlauch-Dip mit Avocado und Cashewmus, bei dem ihr die Schärfe selbst in der Hand habt und für die Kinder einfach weniger Blätter nehmt. Und jetzt hoffe ich, dass euch bei den Bildern schon das Wasser im Mund zusammenläuft und ihr diese Kartoffeln unbedingt einmal ausprobiert.
Wenn ihr noch mehr aus der Frühlingsküche mögt, probiert unbedingt mein veganes Bärlauchpesto als pure Variante – oder stöbert in meinen zwei weiteren Bärlauch-Rezepten, solange die Saison noch läuft.





