Hallo Ihr Lieben, die zweite Station unserer Balireise war also Canggu. Unsere Unterkunft hatte einen kostenlosen Flughafentransfer im Angebot und da Jimbaran ja ganz in der N├Ąhe ist, haben sie uns f├╝r einen kleinen Aufpreis im Hotel abgeholt.

Man muss auf Bali immer etwas Geduld im Strassenverkehr mitbringen, denn der ist zum Teil echt verr├╝ckt, vor allem wenn so viele Roller unterwegs sind. Da wird ja wirklich alles mitgenommen, 2-3 Kinder plus Eltern┬á(auf einem Roller!!!!), Hunde, H├╝hner, Fahrr├Ąder und Surfbretter sowieso. Wir haben uns ├╝brigens entschieden, keinen Roller zu mieten mit den Kids, da es uns einfach zu gef├Ąhrlich erschien. Viele sagen zwar, dass alle R├╝cksicht aufeinander nehmen, aber ich h├Ątte kein gutes Gef├╝hl gehabt mit einem Kind, das auf dem Roller zappelt. Aber wenn man ohne Kids unterwegs ist, dann ist der Roller in Canggu auf jeden Fall das praktischste Fortbewegungsmittel.

Unser Hotel: Kalapa Bali Resort

Das Resort ist etwas im Hinterland versteckt – bis nach Canggu sind es ca. 10 Minuten mit dem Taxi. Daf├╝r geniesst man absolute Ruhe. Wir hatten die Villa Samsara gemietet und als uns diese gezeigt wurde, war ich direkt Hin und Weg. Das Zimmer war einfach der Wahnsinn, ein riesiges Himmelbett – sicher 3 m hoch, insgesamt toll eingerichtet mit viel Liebe zum Detail. Auch das Badezimmer mit der runden Badewanne und der Regenwasserdusche fanden wir einfach nur toll. F├╝r die M├Ądels wurde einmal ein Tagesbett und ein Bett am Boden hergerichtet, was v├Âllig okay war. Einziges Manko des Zimmer war der knappe Stauraum f├╝r Kleider. Man befindet sich im Kalapa wirklich mitten in der Natur und das h├Ârt man auch, nachts haben die Fr├Âsche fr├Âhlich vor unserer Badezimmert├╝r gequakt, daran darf man sich dann auf jeden Fall nicht st├Âren :-).

Das Kalapa Resort besteht aus mehreren kleineren H├Ąusern, es gibt 2 Pools, ein Yoga Haus und insgesamt fanden wir die ganze Anlage sehr ansprechend. Die Mitarbeiter sind alle super freundlich und man f├╝hlte sich gleich wohl. Fr├╝hst├╝ck ist im Preis inbegriffen und es gibt eine t├Ąglich wechselnde Karte mit Gerichten (ca. 15 St├╝ck), die man am Vorabend bestellen kann. Ich fand die Auswahl wirklich okay. Papa Frei fand es nicht so gut und hat fast jeden Tag Pancakes gegessen (selber schuld :-)). Ab und zu hat es etwas l├Ąnger gedauert, bis das Essen kam, denn die K├╝che ist wirklich sehr klein. Es gab aber immer frische Fr├╝chte und ich hatte auch mal eine Smoothiebowl, Kokosporridge oder Avocado. Es ist nicht die Auswahl wie in einem gr├Âsseren Hotel mit Buffet, darauf sollte man sich einstellen.

Um nach Canggu zu kommen, bietet das Hotel einen Shuttle, allerdings f├Ąhrt der letzte um 16:00 Uhr und es gibt nur einen Drop-Off und keinen Pick-Up. Wenn man ausserhalb der Zeit nach Canggu oder einen anderen Ort m├Âchte, dann kann man aber auch extra zahlen, die Preise sind wirklich okay.

Besonders gefallen hat mir die Tatsache, dass es jeden Tag eine gratis Yoga-Stunde gibt (ich h├Ątte auch daf├╝r gezahlt). Die Yoga-Lehrerin macht ihre Sache wirklich toll und die Stunden haben mir sehr gut gefallen, ich kann es nur empfehlen.

Wir hatten in unserem Paket, welches wir ├╝brigens direkt ├╝ber die Homepage gebucht hatten, ausserdem auch eine Massage und einen Kochkurs. Die Massage w├Ąre je eine halbe Stunde f├╝r uns Eltern gewesen. Da ich aber die beste Ehefrau der Welt bin, habe ich die ganze Stunde meinem lieben Mann ├╝berlassen und er war happy.

Der Kochkurs f├╝r traditionelle balinesische K├╝che wurde in der Partnerlocation des Kalapa durchgef├╝hrt, der Planta Villa. Ich muss sagen, auch diese Villen sind ein absoluter Traum, wenn es um Design und Einrichtung geht. Es gibt 5 Villen, also optimal als Unterkunft, wenn man mal als Familie oder gr├Âssere Gruppe nach Bali reist. Dort fand dann eben der Kochkurs statt, Papa Frei durfte f├╝r sich Fisch und Chicken und ich habe eine traditionelle balinesische Salsa zubereiten. Es war wegen der Location ganz nett, aber ich w├╝rde den Kurs an sich nicht mehr besuchen.

Essen in Canggu:

Grunds├Ątzlich kann man sagen, dass das Essensangebot in Canggu sehr gross ist und sich wirklich f├╝r jeden Geschmack etwas finden l├Ąsst. Ich fand nat├╝rlich toll, dass man an jeder Ecke “Healthy Food” bekommen kann und es immer gen├╝gend vegane Optionen gab. Am ersten Tag sind wir mit dem Shuttle nach Canggu gefahren und haben zu Fuss ein bisschen den Ort erkundet. Man muss dazu sagen, dass es mehrere Strassen mit Gesch├Ąften und Restaurants gibt, aber diese nicht unbedingt nahe beisammen liegen. So etwas wie B├╝rgersteige gibt es auch nicht ├╝berall und man muss meist direkt an der Strasse laufen. Canggu ist in meinen Augen also auf gar keinen Fall Kinderwagen oder Buggy tauglich. Kleinere Kinder am besten in die Trage und sonst mit den Gr├Âsseren immer an der Hand am Seitenrand. Gefahren wird sowohl mit dem Auto als auch mit dem Roller zwar r├╝cksichtsvoll, aber eben man muss entlang der Strasse gehen.

Erster Stopp in Canggu war “The Shady Shak”┬á– ein┬ávegetarisches Cafe/Restaurant mit grossem Angebot an gesunden Gerichten. Wir wollten dort nur etwas kleines Essen und hatten Avocadobrot, Omelett mit Gem├╝se und ich hatte Gem├╝serollen. Alles hat super lecker geschmeckt und ich hab mich direkt in den Laden verliebt. Ich h├Ątte gerne die ganze Karte durchprobiert und deshalb war ich noch 2 weitere Male dort. Einmal haben wir noch den Kuchen probiert und das andere Mal nur einen Espresso und einen veganen Riegel. The Shady Shak ist auf jeden Fall einen Besuch wert, mein Favorit┬áin Canggu.

Abendessen wollten wir eigentlich im “The Lawn”┬á – ein Beach Club mit Pool, haben dort keinen Platz bekommen. Die Atmosph├Ąre war nett und das Essen sah gut aus. Wie es schmeckt k├Ânnen wir allerdings nicht beurteilen. Gegessen haben wir weiter oben in der Strasse im “Beachgarden – In The RAW Bali”.┬áDas Restaurant bietet f├╝r Jeden etwas, ich fand das Interior ganz sch├Ân und das Essen war okay, aber nicht speziell.

Am n├Ąchsten Tag haben wir uns nach Semniyak fahren lassen, um auch diese Gegend etwas zu erkunden. Gegessen haben wir im angesagten “Revolver Espresso”┬áund es war gut dort. Ich musste nat├╝rlich auch den Cafe probieren und hatte einen leckeren Cold Brew in einer sehr coolen Flasche, die als Souvenir mit nach Hause durfte. Als Dessert gab es noch ein Glace beim hochgelobten “Mad Pops Bali” – aber ich muss sagen, es hat mich nicht ├╝berzeugt – ┬ávielleicht hatte ich die falsche Sorte gew├Ąhlt.

In Semniyak stand einiges mehr auf der Liste wie:┬áSea Circus, Cafe Organic, Kynd Community, The Spicy Coconut, Shelter Bali –┬áaber die Zeit hat einfach nicht f├╝r alles gereicht.

Am dritten Tag haben wir wieder in Canggu zu Abend gegessen. Ich wollte unbedingt ins “Peloton Supershop”, ein veganes Restaurant, das auf Instagram allgegenw├Ąrtig ist. Ich denke nicht zuletzt wegen Elsa von Elsas Wholesomelife, die dort regelm├Ąssig zu Besuch ist (auf Ihrer Homepage findet ihr auch einen Guide zu ihren Lieblingsrestaurants auf Bali, den ich mir vor der Reise auch angeschaut hatte). Im Peloton haben wir uns f├╝r Burger und Hot Dogs entschieden – alles vegan nat├╝rlich! Die Hot Dogs aus Seitan haben den M├Ądels allerdings weniger geschmeckt, ich fand sie nicht schlecht. Unsere Burger waren lecker, aber das n├Ąchste Mal w├╝rde ich eine der Bowls probieren, die sahen super aus!

Das Restaurant “Dandelion” am n├Ąchsten Abend war einen Empfehlung meiner lieben Bloggerkollegin Lynn von www.heavenlynnhealthy.com, von ihr war auch der Tipp f├╝r das Kalapa Resort. Auch sie hat einen tollen Baliguide geschrieben – mehr dazu findet ihr auf ihrem Blog! Im Dandelion wird balinesische K├╝che serviert und das kleine Restaurant hat eine ganz zauberhafte Atmosph├Ąre. Man wird sehr freundlich begr├╝sst und die Bedienungen merken sich sogar den Namen der G├Ąste. Das Highlight f├╝r die M├Ądels waren auf jeden Fall die Hasen, die im Restaurant herumspringen – so ist auch f├╝r Unterhaltung gesorgt.

Einen Tag haben wir noch entschieden, nach Kuta zu fahren. Es hat dort ein etwas gr├Âsseres Einkaufszentrum und und wir wollten dort nach etwas Bestimmten schauen. Das Zentrum ┬áBeachwalk Bali ist ganz okay, aber man muss dort nicht unbedingt hin. Das einzig Gute fand ich, dass es dort einen Filiale von “Nalu Bowls” gibt, da ich ihre Smoothie Bowls gerne probieren wollte. Aber ansonsten ist Kuta einfach furchtbar und es ist mir ein R├Ątsel, wie man dort seinen Urlaub verbringen kann – klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber ich hab es so empfunden.

Zur├╝ck im gem├╝tlichen Canggu waren wir am Abend im “Milk & Madu”. Ein familienfreundliches Restaurant mit einem tollen Spielplatz f├╝r die Kids. Wir konnten uns ganz entspannt unterhalten und die Kinder waren besch├Ąftigt! Noch dazu ist sonntags Pizza “All-you-can-eat” und das haben wir dann auch genutzt und es war richtig gut. Kinder erhalten sogar eine Pizza kostenlos.┬áIch hatte einmal K├╝rbis und einmal Kohl und Spinat – beides vegan.

F├╝r den letzten Abend in Canggu hat Papa Frei das Restaurant ausgew├Ąhlt und wir sind ins “Deus Cafe” – den Namen und den Motorradladen am Eingang fand ich ja erst etwas abschreckend, aber sie haben im Hinterhof ein total sch├Ânes Restaurant und cooles Ambiente. Das Essen deckt alle W├╝nsche ab, die Kids haben sich f├╝r Spaghetti entschieden und ich hatte eine Buddha Bowl – alle happy.

Erw├Ąhnenswert ist auch noch das “Motion Cafe” – ich habe mir dort 2x einen Chia Pudding im Glas geholt f├╝rs Fr├╝hst├╝ck und der war sehr gut. Ausserdem haben sie auch eine grosse Auswahl an pflanzlicher Milch.

Dann war unsere Zeit in Canggu auch schon wieder vorbei. Generell hat es uns wirklich gut gefallen. Ich fand das Resort sehr entspannt, hab das t├Ągliche Yoga genossen und die grosse Auswahl an Restaurants am Abend. Nat├╝rlich muss man immer ein Taxi in den Ort runter nehmen, das muss einem bewusst sein. Das Essen im Resort haben wir ├╝brigens nicht getestet, die Karte sah aber nicht schlecht aus. Wir w├╝rden evtl nicht mehr 6 N├Ąchte in Canggu bleiben, sondern nur 4-5.

Direkt neben dem Kalapa ist ├╝brigens eine weitere Unterkunft, der JungleRoom. Dort wird von der gleichen Lehrerin Yoga unterrichtet und ich w├╝rde das Ambiente als etwas relaxter bezeichnen, weniger luxuri├Âs als im Kalapa. Wir haben uns dort die Villa Mango angeschaut, welche man mit 3 Schlafzimmern, eigenem Pool und K├╝che mieten kann und waren davon begeistert. Das h├Ątte uns als Alternative auch sehr gut gefallen!

Ich hoffe, ich konnte euch mit unserem Canggu-Guide weiterhelfen und freue mich ├╝ber Euer Feedback. Nun auf zu unserer letzten Bali-Station: Ubud.

Eure Verena

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